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Dach über dem Kopf

Und der nächste Schritt ist getan: Heute habe ich meine Bleibe für die ersten ein bis zwei Monate gebucht.

Die letzten Wochen habe ich damit verbracht, Angebote einzuholen. Ich wusste von meinen bisherigen Reisen nach Indien bereits, dass die guten Hotels leider wirklich teuer sind. Das liegt daran, dass es in Indien nur verhältnismäßig wenig Hotels gibt. Ich habe vor einiger Zeit mal gelesen, dass es in ganz Indien angeblich weniger Hotelbetten geben soll, als in Manhatten… Schnell kristallisierte sich somit jedenfalls heraus, dass ich mit dem ursprünglich von der Firma vorgegebenen Budget nicht wirklich weit kommen würde.

Trotzdem habe ich die Zeit erstmal genutzt und die Hotels alle schön klassisch gegeneinander ausgespielt: Erstmal bei Hotel A anrufen und ein Angebot einholen. Später noch mal anrufen und sagen, dass der Preis zu hoch war und dass ich nur den Betrag X bezahlen kann. Deren neues, niedrigeres Angebot Hotel B vorgehalten. Hotel B möchte Hotel A unterbieten und bietet entsprechend an. Nun den niedrigeren Preis von Hotel B wieder Hotel A vorhalten und so weiter und so fort. Am Ende war es ganz schön anstrengend, zumal ständig mein Telefon klingelte, die Hoteliers wollten wissen, was nun mit ihren Angeboten sei… Interessant, dass einige Hotels ihren Preis nahezu um die Hälfte reduzierten, um im Spiel zu bleiben.

Am Ende blieb etwa eine Hand voll Hotels übrig, die von der Lage her attraktiv waren und preislich nicht zu abgehoben erschienen. Von denen fielen aber direkt wieder drei raus, da die Bewertungen im Internet einfach nur übel waren, darunter auch zwei, die ich nach Besuch derer Homepages zunächst eigentlich favorisiert hatte. So kann man sich wohl irren…

So blieb nur noch die Wahl zwischen einem Zimmer ein einem Hotel, welches zu einer großen internationalen Kette gehört oder einem Studio (also einem Zimmer mit Kochnische, Essecke usw.) in einem Serviced Aparment Komplex, beides in Bandra, dem Stadtteil, in den ich ohnehin gerne ziehen würde. Nachdem sich John, mein Kollege in Indien das Studio nun am Wochenende angeschaut und mir heute grünes Licht gegeben hat, habe ich heute die Unterkunft gebucht.

Das Grand Residency ist es geworden. Falls mich also jemand in Indien dringend erreichen möchte, ab Oktober bin ich zunächst unter deren Adresse zu finden. Der sympathische Herr N. hat mir auch gleich seine Hilfe angeboten bei der Suche nach einer Wohnung und einem Büro und überhaupt wohne er schon seit 25 Jahren in Mumbai und bald 20 Jahre davon in Bandra und kenne Gott und die Welt. Ich bin gespannt, das Abenteuer geht weiter, dabei hat es eigentlich noch gar nicht richtig angefangen!

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