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Ein Monat Indien ist um

Etwas ueber einen Monat ist es nun her, dass ich in Hamburg das Flugzeug bestiegen hab, um ueber Frankfurt nach Mumbai aufzubrechen. 35 Monate liegen noch vor mir. Zeit also, fuer ein erstes Fazit.

Anders als viele auswandernde Chaoten, die man in Deutschland ja immer wieder im Fernsehen vorgesetzt bekam, war ich gut vorbereitet. Ich war bereits mehrmals in Mumbai gewesen, wusste also grob, was mich erwartet. Zudem hatte ich soziemlich alles an Literatur verschlungen, was verfuegbar war.

Trotzdem ist es wie ein Schlag ins Genick, wenn man in Mumbai das Flugzeug verlaesst. Wenn ein Europaer eine Reise tut, neigt er dazu, Vergleiche zu ziehen. Vergleiche zu Staedten, Orten und Landschaften, die er bereits bereist hat. Das klappt auch wunderbar, solange man sich in der westlichen Hemisphaere bewegt. Da schaut dann Venedig ein wenig so aus wie die Hamburger Alsterarkaden und sogar der heimische Baggersee wird liebevoll Costa Kiesa genannt. Man findet fast immer irgendwelche Bezugspunkte und Vergleichsmoeglichkeiten.

All dies faellt hier in Indien komplett weg. Es ist alles ungewohnt. Selbst die Luft, die man atmet, scheint eine andere Konsistenz zu haben, von den Geruechen ganz zu schweigen. Die Menschen sehen anders aus, nur selten sieht man mal “Weisse” auf der Strasse. Die Geraeuschkulisse ist der Wahnsinn, Gehupe auf der Strasse, meist unglaublich laute Musik in Restaurants und Geschaeften. Auch das Stadtbild unterscheidet sich von allem, was ich zuvor gesehen habe.

Aber selbst daran gewoehnt man sich, langsam aber sicher. Man macht neue Erfahrungen, baut ein neues System von Bezugspunkten und Vergleichsmoeglichkeiten auf. Richtig heimisch fuehlt man sich trotzdem nicht. Daran wird man auch immer wieder, meist auf freundlich neugierige Art, von den Indern erinnert. Wenn man gerade der Meinung ist, hier wirklich angekommen zu sein, taucht auch schon wieder ein Inder auf, fragt einen, wie man heisst, woher man kommt, wie lange man hier bleibt, ob es einem gefaellt und ob er ein Foto mit einem haben kann. Verrueckt, wie interessiert die hier an uns “Auslaendern sind”. Damit wird einem dann auch immer wieder vor Augen gefuehrt, wer hier eigentlich der Exot ist.

Aufregend ist es hier, eine tolle Erfahrung und ich bin gespannt, mit welchen Erlebnissen die naechsten Monate so aufwarten werden. Stay tuned!

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3 comments

1 anja { 11.03.08 at 16:15 }

dazu kann ich nur sagen: amen! :)
lg anja

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2 Jan { 11.05.08 at 12:34 }

Wird langsam Zeit für “Kingfisher” ;-)

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3 admin { 11.08.08 at 23:54 }

Indische Frauen,… Ein Thema fuer einen eigenen Beitrag. Expact the worst, hope the best,…

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