Vorweihnachtliches Programm
Die Vorweihnachtszeit in Deutschland, nett ist es. Einige Punkte auf meiner To-Do-List konnte ich auch schon direkt abhaken, trotz meines momentanen Handycaps.
Donnerstag nach meiner Operation wurde es mir irgendwann zu langweilig daheim zu sitzen, also machte ich mich auf zum wunderschoenen Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt. Das ist definitiv der schoenste Weihnachtsmarkt hier in Hamburg. Ich habe mich dort mit einigen Freunden getroffen, um ein paar Apfelpunsch zu vernichten, sehr lecker.
Anschliessend gab es noch einen Burger bei Jim Block (endlich wieder Rind!!!) und dann ging es Heim.
Freitag habe ich tagsueber wieder eine ruhige Kugel geschoben, abends stand dann eine inoffizielle Firmenweihnachtsfeier auf dem Programm. Diesmal wurde St. Georg unsicher gemacht.
Anschliessend ging es weiter auf den Kiez, kurzer Kontrollbesuch im “Alt Hamburg”. Walter und Gerd leben noch, allerdings schaut Gerd aus, als haette er ein ernsthafteres Alkoholproblem. Da ist man mal ein paar Wochen nicht dort und dann sowas…
Zum Abschluss hab es Freitag eine koestliche Wurst im Lucullus und dann nutzte ich das erste Mal die Moeglichkeit mit der U-Bahn von St. Pauli bis Garstedt durchfahren zu koennen. Sehr praktisch.
Das Rest-WE verlief eher unspektakulaer.
Montag traf ich mich vormittags mit Axel, meinen Mit-Anschlagsopfer und abends ging es mit der ganzen Family in die Vorpremiere der Buddenbrooks mit anschliessender Diskussionsrunde mit dem Herren Breloer und Koenigstein. Ich muss schon sagen, ich war sehr gespannt, wie wohl die sprachliche Polyphonie des Romans filmisch transportiert werden wuerde. Zumal selten die Funktion von Leitmotiven so durchdacht ins Spiel gebracht wurde, wie von Thomas Mann, den die Authenzitaet des literarischen Textes als naturalistischen Schriftsteller mit kuenstlerischem Wagemut auszeichnet. Oh. Ich sollte aufhoeren, Gluehwein zu trinken!
Ehrlich: Ich hatte weder das Buch gelesen noch das Theaterstueck gesehen. Ja, ich bekenne: Ich bin ein Banause. Den Film fand ich aber trotzdem toll. Vll. fuehlt man sich als Norddeutscher auch einfach irgendwie verbunden mit diesem Stueck, ich finde, es war ein toller Einblick in das gesellschaftliche Leben hier im Norden um die Jahrhundertwende. Eine klare Guck- (oder Kuck-, wie wir hier im Norden sagen) Empfehlung.



2 comments
War klar, dass du das mit der Authenzität[...] nicht auslassen konntest.
Schön, dass du die Operation so gut überstanden hast.
Ich wünsche dir und deiner Familie frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Liebe Grüße
Monika
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