Dandeli – Jungle Safari & White Water Rafting
Am 10. Februar mussten wir morgens um 7:30 Uhr beim Office von Daytripper Goa eintreffen, um zum Dandeli Wilderness Camp in Karnataka aufzubrechen. Der Tag begann fuer uns also reichlich frueh…
An der Tour nahmen nur wir vier teil, somit stand uns ein bequemer Mahindra Scorpio Gelaendewagen zur Verfuegung. Eine willkommene Abwechslung zu den mit vier Deutschen + Fahrer dann doch recht engen Maruti Suzuki Omni Taxis.
Die Fahrt nach Karnataka war allerdings trotzdem ein Hoellenritt…
Der National Highway No. 4A (bei uns wuerde das mit gutem Willen grad noch als Landstrasse durchgehen) wird taeglich von tausenden von LKW benutzt, die Eisenerz aus den Minen der Western Ghats zum Hafen Goas karren. Dazu schlaengelt sich die Strasse die Berge hoch, was unseren Fahrer zu wildesten Ueberholmanoevern verleitete.
In Karnataka verkam der Highway dann voellig zu einer unglaublichen Ansammlung von Schlagloechern. Unser Fahrer kannte allerdings eine Abkuerzung, eine extrem holprigen und gaenzlich unbefestigten Waldweg.
Typisch Indien: Sogar hier mussten wir mitten im nichts an den geschlossenen Schranken eines Bahnuebergangs warten. Der Schrankenwaerter erklaerte sich erst nach langer Diskussion dazu bereit, die Schranke hochzukurbeln. Ein Zug war weit und breit nicht in Sicht…
Als wir dann nach gut 4 1/2 Stunden Fahrt endlich ankamen, wurden wir im Camp sehr nett empfangen. Zur Begruessung gab es erstmal eine Erfrischung und nachdem wir unsere “luxurioesen” Zelte bezogen hatten, stand auch schon Mittagessen auf dem Programm.
Nach dem Essen ging es auf zum White Water Rafting. Wir hatten sowas vor Jahren schonmal in Oesterreich gemacht, hier in Indien war es aber ein noch groesserer Spass, da das Wetter spitze und der Fluss angenehm warm war.
Wir ueberstanden alle Schikanen ohne groessere Probleme, lieferten uns ein paar Wasserschlachten mit unserem Begleitboot und versuchten dann am Ende noch, eine Schikane wieder hoch zu fahren. Dabei ging dann allerdings meine Schwester ueber Bord und wir schluckten alle soviel Wasser, dass wir von Rafting erstmal genug hatten.
Zurueck im Camp gab es ein paar Snacks am Lagerfeuer und anschliessend Dinner.
Wir gingen alle frueh zu Bett, denn am naechsten Morgen sollten wir alle um 5 Uhr zur Jeep-Safari geweckt werden. Abgesehen davon, dass wir auf den Jeeps in Ermangelung warmer Kleidung und Decken (es kann um diese Jahreszeiten in den Western Ghats echt ungemuetlich kalt werden des nachts) fast erfroren, war es toll, den Sonnenaufgang auf diese Weise mitzubekommen. Vom Jeep aus konnten wir Wildschweine, Affen und diverse Voegel erspaehen.
Nach dem Fruehstueck im Camp wurden wir dann in ein sogenanntes Coracle gesetzt, das ist quasi eine schwimmende Nussschale. Mit dieser sollte es auf Krokodiltour gehen und tatsaechlich konnten wir einige kleinere (2 – 3 Meter lange) Exemplare erspaehen.
Nach diesem Abenteuer gab es zum Abschluss noch Lunch im Camp und dann ging es wieder auf die Rueckfahrt.
Auf der Abkuerzung mitten im Nichts platzte uns diesmal ein Reifen, aber zum Glueck war der Ersatzreifen an Bord, so dass wir unsere Tour recht bald fortsetzen konnten.
Zurueck in Anjuna sprangen wir erstmal in den Pool, um uns den Staub der Strasse abzuwaschen…
PS: Bilder vom White Water Rafting stelle ich auf Grund von Androhung koerperlicher und seelischer Gewalt seitens meiner Familienmitglieder hier nicht zur Schau.



1 comment
Besonders Androhung seelischer Gewalt. Und besonders von mir!
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