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Posts from — April 2009

Dahingerafft

Was auch immer es war, das Wetter mit der unglaublichen Hitze, was falsches gegessen, psychosomatische Erscheinungen auf Grund von Trennungsschmerz… Es hat mich mal wieder erwischt. Das letzte Mal war auch schon erstaunlich her, Oktober 2008. Nun streckte es mich am Wochenende mal wieder nieder. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fing es an. Gliederschmerzen. Sonst nichts. Sonntag quaelte ich mich durch den Tag. Da es mir draussen aber zu heiss war zog ich mich dann doch recht bald wieder in die Naehe meiner Klimaanlagen zurueck.
Der Plan war ohnehin einen ruhigen Tag zu verbringen und abends auf Neo Sports das Spiel Stuttgart gegen Hamburg zu verfolgen. Dass ich dabei ich wahrsten Sinne des Wortes mitfiebern wuerde, habe ich allerdings nicht gedacht. 39,7 Grad war mein Spitzenwert.

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April 16, 2009   5 Comments

Frohe Ostern

Ich wuensche allen Lesern meines Blogs ein paar wunderschoene Ostertage.

Fuer die, die nicht mehr so Recht wissen, worum es Ostern eigentlich geht, lasst es euch hier vom Yak erklaeren:

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April 12, 2009   No Comments

Freie Tage in Mumbai

Wie viele Feiertage hat man eigentlich so in Mumbai im Jahr 2009? Und an wievielen Tagen muessen wir ins Buero? Ein sogenannter Numerologist hat herausgefunden, dass wir im Kalenderjahr 2009 165 Tage frei haben haben.

Dieses Jahr gibt es 26 sogenannter Declared Public Holidays. Sieben davon an einem Montag (macht schon Mal sieben lange Wochenenden), zwei an einem Dienstag und einer an einem Mittwoch. Zwei weitere Feiertage fallen auf einen Donnerstag. Fuenf Feiertage fallen auf einen Freitag (macht fuenf weitere lange Wochenenden). Neun Feiertage fallen dieses Jahr dusseliger Weise auf Sams- und Sonntage, die sind also verloren…

Der langweiligste Monat wird der Juni, da gibt es nicht einen einzigen Feiertag. Im Juli gibt es ebenfalls keinen offiziellen Feiertag, dafuer aber in der Regel mindestens zwei freie Tage extra auf Grund von schweren Regenfaellen und Ueberflutungen, die es unmoeglich machen, das Buero zu erreichen. Eigentlich kann man auf Grund der Nebenwirkungen des Monsuns auch gleich noch je zwei freie Tage extra fuer Juni, August und September zaehlen (ausser natuerlich fuer die armen BMC-Angestellten, die die Strassen von den Fluten befreien muessen).

Der Dezember ist in Mumbai auch recht oede mit nur einem einzigen Feiertag, entsprechend dem ersten Weihnachtsfeiertag in Deutschland. Allerdings arbeitet auch hier am 31. so gut wie niemand ganz, diesen Tag kann man also getrost als halben Arbeitstag rechnen.

Diwali faellt dieses Jahr leider auf ein Wochenende. Auch Ganesh Chaturthi faellt auf einen Sonntag. Allerdings gibt es ja noch den “Last Immersion Day”, zwoelf Tage nach dem Ganesha Festival und dieser wird in der Regel auch als Feiertag behandelt.

Dazu kommen dieses Jahr erwartungsgemaess noch zwei weitere Feiertage fuer die General bzw. State Elections im April und Mai.

Dazu darf man dann 47 Sonntage und 48 Samstage addieren. Plus natuerlich die 30 Tage Jahresurlaub, die der Arbeitsvertrag so mit sich bringt.

Erfahrungsgemaess kommen dann noch vier Tage dazu, die erzwungener Massen oder ungluecklicher Weise frei sind, in der Regel auf Grund von groesseren Terroranschlaegen, Bombenexplosionen, politischer Desaster, gestrobener VIPs oder Aufstaenden von Bevoelkerungsgruppen.

Soweit zusammengerechnet habe ich dieses Jahr 166 Tage frei. Gar nicht auszudenken, wenn man da jetzt noch die Zeit fuer Mittagspausen draufschlagen wuerde. Und die Arbeitszeit, die man verliert, weil man mal wieder mit dem Auto im Stau steckt.
Genau genommen ist das aber Haarspalterei. Um in den Genuss all dieser freien Tage zu kommen, muesste mein Handy an den Tagen schon Zwangsurlaub machen, ansonsten hat man hier kaum Ruhe vor Kunden und Lieferanten aus anderen indischen Bundeslaendern mit anderer Feiertagsregelung und hat somit auch nicht wirklich richtig frei..

Hier nun der Ueberblick ueber die Feiertage in Mumbai in 2009:

- Donnerstag, 8. Januar – Moharum
- Montag, 26. Januar – Republic Day
- Montag, 23. Februar – Mahashivratri
- Dienstag, 10. Maerz – Id-e-Milad
- Mittwoch, 11. Maerz – Holi (2nd day)
- Freitag, 27. Maerz – Gudi Padwa
- Freitag, 3. April – Ram Navmi
- Dienstag, 7. April – Mahavir Jayanti
- Freitag, 10. April – Good Friday
- Dienstag, 14. April – Dr. Babasaheb Ambedkar Jayanti
- Freitag, 1. Mai – Maharashtra Day
- Samstag, 9. Mai – Buddha Pournima
- Samstag, 15. August – Independence Day
- Mittwoch, 19. August – Parsi New Year (Shahenshahi)
- Montag, 21. September – Ramzan-Id (Id-ul-Fitar)
- Montag, 28. September – Dasara
- Freitag, 2. Oktober – Mahatma Gandhi Jayanti
- Samstag, 17. Oktober – Diwali Amavasya (Laxmi Pujan)
- Montag, 19. Oktober – Diwali (Balipratipada) / Bhaubeej
- Montag, 2. November – Guru Nanak Jayanti
- Samstag, 28. November – Bakri Id (Id-uz-Zua)
- Freitag, 25. Dezember – Christmas

Wie ihr sehen koennt, ist auch hier morgen frei. Ich wuensche euch allen frohe Ostertage. Mir selbst ist leider grad gar nicht nach Feiertag, denn gleich wird die Sarah in den Flieger Richtung Heimat gesetzt :(

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April 9, 2009   2 Comments

Deutschland, ich komme!

Soeben habe ich meinen Heimflug gebucht. Planmaessige Ankunft in Hamburg ist am 21. Mai (Himmelfahrt) um 10:05 Uhr vormittags mit Jet Airways / SN Brussels Airlines Flug 9W 6023.

Die grobe Planung sagt, dass ich am 22. Mai gleich weiter nach Bielefeld fahren werde, um an der Leo MDV teilzunehmen.
Wenn das dann am Sonntag heil ueberstanden ist, geht es fuer eine Woche zur Sarah nach Gifhorn und im Anschluss gemeinsam mit Sarah eine Woche nach Hamburg.
Als kroenenden Abschluss gibt es da dann noch die volle Droehnung Kiez, Fischmarkt etc. bevor es am 8. Juni in aller Frueh (Abflug 6:45 Uhr) wieder zurueck nach Indien geht.

Ich freue mich!

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April 6, 2009   No Comments

Selbstverstaendlichkeiten

Dem ein oder anderen mag es sauer aufstossen. “Da sitzt der Benjamin im fernen Mumbai, laesst sich am Wochenende die Sonne auf den Pelz scheinen. Die laestige Hausarbeit erledigt Tag fuer Tag eine Maid gewissenhaft und ordentlich fuer wenig Geld und herumfahren laesst er sich von einem Fahrer, der auch noch fuer ihn einkauft und andere Besorgungen erledigt, auf die er gerade keine Lust hat. Und dann stellt der Benjamin sich hin und schreibt, in Deutschland wird gemeckert.” Wieder andere werden sagen, in Deutschland wird doch gar nicht gemeckert. So gesehen in dem Blog einer Freundin, die sich ebenfalls ueber das typisch Deutsche Gejammer auf hohem Niveau beschwerte.
Vermutlich wird es in Deutschland von vielen einfach schon gar nicht mehr wahrgenommen. Es ist halt selbstverstaendlich. Man tut es und denkt sich nichts dabei.
Ebenso, wie man in Deutschland im Sommer den Wasserhahn zu jeder Tageszeit aufdrehen kann und es kommt auch Wasser heraus. Dabei denkt man sich auch nichts. Man macht es einfach, es ist selbstverstaendlich.

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April 6, 2009   No Comments

Ein halbes Jahr

Unglaublich, aber wahr. Ich bin nun schon seit einem halben Jahr in Bombay. Die Zeit, sie rennt. Ein halbes Jahr… Zeit fuer ein Resumee. In meinem ersten halben Jahr in Bombay habe ich unglaublich viele neue Erfahrungen gesammelt und viel gelernt. Unter den gesammelten Erfahrungen waren auch sehr intensive, sowohl im positiven, wie auch im negativen Sinne.
Die wohl krasseste Erfahrung im letzten halben Jahr waren ganz klar die Terroranschlaege vom 26. November. So hautnah dabei zu sein, das praegt. Auch wenn ich rein koerperlich schon lange wieder voll hergestellt bin, so laesst einen das Erlebte doch nicht los. Aber so verrueckt es vielleicht auch klingen mag, irgendwie bin ich auch dankbar fuer diese Erfahrung. Mit Mitte (Ende) Zwanzig, fuehlt man sich ja irgendwie doch noch reichlich unverwundbar. Mit solch einer extremen Erfahrung lebt man nun doch viel bewusster. Stichwort carpe diem, nutzen den Tag. Jeder Tag koennte der letzte sein. Fuer viele nur eine Floskel, wenn aber erstmal neben dem eigenen Abendessen eine Handgranate explodiert ist und aus Sturmgewehren auf einen gefeuert wurde, schaut das doch etwas anders aus.
Wie ihr wisst, bin ich immernoch in Bombay, das heisst, die negative Erfahrungen koennen nicht wirklich ueberwiegen. Ganz im Gegenteil. Ich habe mich in diese Stadt verliebt. Und nicht nur dass, ich habe mich auch in dieser Stadt verliebt. Schon im Oktober letzten Jahres habe in meinem Hotel, wo ich zu Beginn gewohnt habe, meine Freundin Sarah kennengelernt. Sie war dort damals auch zu Gast. Seit Silvester sind wir ein Paar und zur Zeit verbringen wir vier gemeinsame Wochen hier in Bombay, im Mai sehen wir uns dann in Deutschland wieder.
Auch sonst weiss das Leben in Bombay zu gefallen. Im Vergleich zu Deutschland herrscht hier in allen Lebenslagen ein unglaubliches Chaos. Aber trotzdem funktioniert es alles irgendwie. Gerade mir als freiheitsliebendem Individuum kommt dies sehr entgegen, ging mir Deutschland mit all seinen Regeln, seinen vielen rechthaberischen und grummeligen Einwohnern (dieses Blockwart und Gartennazi-Gen scheint leider in vielen noch zu schlummern) doch am Ende reichlich auf den Keks.
Dazu wartet das Leben als Expat in einer Stadt wie Bombay natuerlich auch mit allerhand Annehmlichkeiten auf. Eine Maid, die sich um den Haushalt kuemmert, Waesche waescht und Geschirr spuelt und ein Fahrer, der einen sicher im klimatisierten Wagen von A nach B und wieder zurueck bringt und der fuer einen alle moeglichen Besorgungen erledigt, da muss man schon arg aufpassen, dass man sich nicht zu sehr dran gewoehnt und es am Ende eben nicht als selbstverstaendlich sieht.
Auch vereinsamen tut man in Bombay nicht (eh schwierig, bei so vielen Menschen auf so wenig Flaeche). Allerdings ist es mit den Freundschaften hier so eine Sache. Ich bin einfach einer der juengsten Expats in dieser Stadt. Die meisten anderen Angestellten auslaendischer Unternehmen, die fuer mehrere Jahre hier gebunden sind, sind doch schon deutlich aelter. In meinem Alter finden sich hier viele Trainess, die in der Regel maximal ein halbes Jahr hier sind um ein Praktikum zu absolvieren. So kam es, dass im Maerz gerade quasi ein kompletter Schichtwechsel vollzogen wurde. Alle Deutschen Freunde, die ich bisher hier kennengelernt hatte, zog es zwischen Ende Februar und Ende Maerz wieder nach Deutschland zurueck. Nur ich blieb hier. Einerseits irgendwie gewoehnungsbeduerftig und traurig, nachdem man soviel Zeit miteinander verbracht hat, andererseits lernt man aber auch schnell neue, interessante Leute kennen. Langeweile kommt keine auf.
Die richtigen Herausforderungen kommen aber erst noch. Bisher, Oktober bis April, habe ich ja die eher angenehmen Seiten Mumbais kennengelernt. Ab Mitte April muss ich dann nicht nur mit Sarahs Abreise klarkommen, sondern auch mit taeglich steigenden Temperaturen und dann spaeter mit dem Monsun. Nach all dem, was ich hier bisher allerdings schon er- und ueberlebt habe, bin ich recht zuversichtlich auch das alles irgendwie zu ueberstehen :)

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April 3, 2009   3 Comments