Posts from — Mai 2009
Incredible India
Ich bin gerade im Internet ueber einen (neuen?) Incredible India Werbefilm gestolpert. Tolle Bilder, wie ich finde, die ich gerne mit euch teilen moechte.
Mai 14, 2009 5 Comments
Mumbai Mirror
Meine liebste Tageszeitung hier in Indien heisst Mumbai Mirror und ist der Lokalteil der Times of India. Das Abo kostet mich im Monat gut Rs. 140, also etwas mehr als zwei Euro. Preislich ist es hier somit etwa soviel wert, wie drei Rollen Klopapier. Was den Informationsgehalt angeht ebenso.
Das eigentliche Highlight dieser Zeitung ist die Rubrik “ask the sexpert”. Quasi ein Dr. Sommer fuer Inder. Jeden Tag findet man dort Fragen und Antworten, die mir den Tag erhellen. Gerade vorgestern fragte mal wieder ein 25jaehriger, ob es was ausmachen wuerde, zehn Mal am Tag zu onanieren, wie er das eingrenzen koenne und was er gegen ungewollte Erektionen tuen koenne. Die Antwort: Konzentrier dich auf andere Dinge, Arbeit, Alltagsleben,… Ich sollte anfangen, die schoensten Fragen und Antworten auszuschneiden. Mein bisheriges Highlight: Ein 75jaehriger, der fragte, ob es okay sei, drei Mal am Tag zu onanieren. RESPEKT!
Nun vorgestern aber im Mumbai Mirror ein neues Highlight. Es wurde die Frage geklaert, was Frauen anmacht. Dazu gab es 10 Tipps vom Sex Guru Shiva. Also, was raet man dem indischen Mann?
1. Sei unvorhersagbar!
Frag deine Inderin nicht, wohin sie zum Dinner ausgefuehrt werden moechte, sag ihr stattdessen “man sieht sich um acht”. Wohin? Ueberraschung, und wenn es nu rein Strassenkiosk ist, sie wird es lieben (
Ich sag mal: Zumindest, solange sie keine Kakerlake im Reis findet.
2. Fange frueh an, sie zu beruehren!
Faustformel: Je spaeter du sie beruehrst, desto schwieriger wird es, sie zu kuessen. AHA! Also, Umarmung zur Begruessung (zumindest aber bitte die Hand reichen), Daumenkaempfe im Cafe (nun denn) und wenn man woanders hingeht ihre Hand greifen, ihr dabei aber sagen, dass sie sich bloss nix dabei denken soll, nur weil man jetzt Haendchen haelt, mit den Augen rollen und “Frauen” sagen.
3. Lerne wegzugehen!
Beim gemeinsamen Shopping bitte bloss nicht auf die Frau warten, wie ein Schosshuendchen. Lieber in die Herrenabteilung gehen, dort herumstoebern, mit anderen Leuten ins Gespraech kommen und sie einen suchen lassen.
Bin ich der einzige, der bei diesem Tipp lauter Inder vor Augen hat, die vor lauter Elan in ein anderes Geschaeft gegangen sind und nie wieder gefunden werden?
4. Fuehren, nicht folgen!
Frauen brauchen klare Ansagen! Also, nicht fragen “Schatz, was machen wir heute Abend?” Lieber sagen “Ich geh heute ins Kino, kommst du mit?”.
Koennte erklaeren, warum viele indische Maenner alleine im Kino sitzen…
5. Mache Komplimente!
Allerdings nicht von der Sorte “Du bist schoen, bist du Model?”, sondern lieber mit ihr spielen, “du hast schoene Augen, aber weisst du was? Meine sind schoener!”.
Freche Inder, man glaubt es kaum!
6. Die Spannung halten!
Es wird der Moment kommen, dass sie sagt “du bist lustig” oder noch besser “ich mag dich”. Der groesste Fehler sei es zu antworten “ich mag dich auch”. Stattdessen soll man rotzfrech sein. Sie fragen, ob sie einen hofiert, damit man mit zu ihr nach Hause kommt.
Ich finde, die Inder werden hier ganz schoen verzogen!
7. Necke sie!
Necken zeugt von Humor und Zuversicht. Wenn sie hinter einem ins Restaurant geht frage sie “was folgst du mir?” Interpretiere alles was sie tut, als wuerde sie dich damit aergern wollen.
Ich frage mich, ist die indische Frau reif dafuer, dass der naive indische Mann das bei ihr versucht???
8. Lerne zu kuessen!
Selbsterklaerend. Nicht kuessen, als sei es nur das Mittel zum Ziel, sondern kuessen des Kuessens wegen.
Der Mann von eben mit den ungewollten Erektionen hat hier schon ein mehr oder minder grosses Problem! Schlabber, sabber…
9. Push and Pull
Oeffne die Tuer fuer sie, aber beschwere dich, dass sie langsamer laeuft als deine Grossmutter. Fuettere sie im Restaurant, aber rollte mit den Augen und moniere, dass sie sich benimmt, wie ein Baby. Lasse sie beim Spaziergang auf der der Strasse abgewandten Seite laufen, aber beschwere dich, wie schwaechlich sie ist. Sie wird es lieben, wenn du sie necken kannst, ihr aber gleichzeitig, das Gefuehl gibst, eine Lady zu sein.
Ich fuerchte, dieser Punkt wird zu vielen vergossenen Traenen fuehren!
10. Habe ein eigenes Leben!
Frauen wollen kein Schosshuendchen, sondern einen eigenstaendigen Kerl, mit einem eigenen Leben und eigenen Interessen.
Ist auch ganz praktisch, sollten die vorherigen neun Tipps nicht gewirkt haben…
Nun ja, dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Wenn all die Tipps fleissig befolgt werden, heisst es mit Sicherheit schon bald “der Inder in der Inderin macht Kinder in der Inderin.”
Mai 13, 2009 4 Comments
Im Osten nix Neues!
Zuerst: Ja, ich lebe noch. Warum schreibe ich dann nicht? Ganz einfach, es gibt im Moment recht wenig zu berichten. Zur Zeit ist mein Alltag in Bombay recht ereignislos.
Das Wetter macht einem zu schaffen. Tags herrscht eine unglaubliche schwuele Hitze bei fast 40 Grad und auch die Naechte bringen kaum Abkuehlung. Ich versuche daher zur Zeit meine ausserhaeussigen Aktivitaeten soweit es geht einzuschraenken. Tagsueber laufen die Klimaanlagen im Wohnzimmer, so eingestellt, dass sie die Bude zumindest auf 28 Grad runterkuehlen, nachts arbeitet dann die im Schlafzimmer. An meine Stromrechnung moechte ich lieber nicht denken… Ja, ich Weichei… Aber ohne A/C kann ich nun wirklich nicht arbeiten, da verkommt das Hirn dann zu einer blubbernden grauen Masse.
Nach wie vor sitze ich unter der Woche in meinem Home-Office, habe zur Zeit gut zu tun mit einigen neuen Projekten und nebenbei der Fertigstellung des eigentlichen Bueros.
Die Arbeiten dort liegen in den letzten Zuegen. Wie es aussieht, kann ich ab naechster Woche endlich einziehen. Montag werden wir die Moebel aufbauen, dann muss nur noch das Bad fertig werden und schon kann es losgehen, endlich wieder in einem richtigen Buero arbeiten. Ich freue mich schon, zumal das Buero ja gewissermassen wirklich mein Baby ist, habe schliesslich von der Raumaufteilung ueber die Wandfarbe bishin zu den Moebeln alles selbst ausgesucht.
Abwechslung in den grauen Alltag bringt derweil der Deutsche Stammtisch in Mumbai, dessen Organisation ich uebernommen habe. Viel Aufwand ist das zum Glueck nicht, muss nur fuer das mittwoechliche Treffen einen Tisch reservieren und per Email die Einladungen verschicken.
Der Stammtisch trifft sich jede Woche, immer mittwochs um 20:30 Uhr, immer abwechselnd eine Woche im Norden (Bandra / Khar / Juhu), die andere Woche im Sueden (Colaba oder Worli). Die Woche, in der der Stammtisch im Sueden stattfindet, ist auch die Woche, in der das allgemeine Expat Event im Henry Tham’s abgehalten wird, so kann man nach dem Essen dort noch vorbeigucken.
Dazu trifft sich der Stammtisch nun einmal im Monat zu einem Sonntags-Brunch. Heute ging es in’s Four Seasons, ein ganz entspannter Sonntag mit koestlichem Essen (Sushi, Lobster, Crab, Prawns, europaeischem Aufschnitt, Kaese, Raeucherlachs, Pasta, Steacks vom Grill,…) in netter Runde.
Die groesste Neuigkeit ist eigentlich, dass ich eine Loesung fuer das am Wochenende vor der Disco regelmaessig auftretende “Couples Only” Problem gefunden habe. Viele Lokalitaeten hier gestatten abends alleinstehenden Maennern leider nicht, dort zu feiern. Manchmal kommt man als Weisser zwar trotzdem rein, oft kann es allerdings echt aergerlich sein.
Wenn die Freundin in Deutschland wohnt, scheidet die naheliegenste Loesung, mit ihr dort hinzugehen, leider die laengste Zeit des Jahres aus. Die Loesung in Mumbai heisst daher “Friday Club”. Ins Leben gerufen von Malini, Moderatorin von Radio One, ist der Friday Club eine Gruppe junger Menschen, die Freitags gerne mal auf Piste geht. Gegen eine Jahresgebuehr von Rs. 3,000 bekommt man seine Mitgliedskarte und die Einladungen zu den Veranstaltungen. Gefeiert wird immer in den angesagtesten Clubs der Stadt und gegen Vorlage der Karte kommt man ohne Probleme am Tuersteher vorbei. Zudem geniesst man meist noch andere Vorzuege wie freien Eintritt oder Rabatt an der Bar, so dass der die Rs. 3,000 sich schnell wieder ausgezahlt haben. Das ist echt ein neues Stueck Lebensqualitaet, abends nicht mehr mit der Ungewissheit loszusiehen, ob man heute in den Club gelassen wird oder nicht…
Mai 3, 2009 5 Comments


