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Sherlock Holmes – Das verschwundene Wasser

Die letzte Woche war mal wieder spannend. Das Wasser war weg. Wo war e shin? Da der Monsun in Bombay noch auf sich warten laesst, steht die Stadt vor einer bedrohlichen Trinkwasser-Knappheit. Bombay stillt seinen Wasserdurst vornehmlich aus einigen Seen im Umland. Deren Wasserspiegel war allerdings schon bedrohlich gesunken und so kursierten letzte Woche bereits Meldungen in den Zeitungen, dass das Wasser nur noch fuer zwei Wochen reichen wuerde. In den Zeitungen wurden schon die tollsten Tipps zum Wassersparen gegeben. So wurde darueber diskutiert, Schwimmbaeder und Hotel-Pools zu schliessen und auch den 5-Sterne-Hotels die Wasserversorgung zu begrenzen.

Tatsaechlich wurden erstmal aber nur den privaten Haushalten die Wassermengen begrenzt. Und wie meine intensiven Ermittlungen erganben, fuehrt dies in meinem Haus dann relative schnell zu groesseren Problemen. Die Geschichte dazu ist zum Haareraufen. Das Haus in dem ich wohne, ist eine merkwuerdige Konstruktion. Es ist ein Gebaeude mit zehn Stockwerken und zwei Fluegeln, A- und B-Wing. Allerdings wurde dieses Gebauede einfach um ein altes Gebaeude mit drei Stockwerken herum gebaut, welches nun im A-Wing integriert ist. Soweit so verrueckt, fuer Bombay aber nicht ungewoehnlich. Das Problem ist nur, dass die Genehmigungsverfahren noch anhaengig sind. Fuer die Stadtverwaltung handelt es sich noch immer um ein altes, dreistoeckiges Gebaeude. Nicht um quasi zwei neue, zehnstoeckige, in denen teilweise noch fleissig gebaut wird (wofuer viel Wasser benoetigt wird). Bei der Wasserzuteilung bekommt wird dieses Haus dann also behandelt, als haette es nur drei Etagen. Offizielle Muehlen mahlen eigentlich nirgends wirklich schnell, in Indien aber ganz besonders langsam.

Immerhin weiss ich nun, warum ich letzte Woche auf dem Trockenen sass. Wasser gab es nur morgens bis 9 Uhr und dann abends wieder ab 19 Uhr. An einigen Tagen allerdings auch erst ab 21 Uhr. Fuer mich selbst nicht weiter wild, ich war tagsueber ja im Buero, da sprudelte es nur so. Allerdings doof fuer meine Maid. Putzen ohne Wasser… Waeschewaschen ohne Wasser… Aber auch hier hilft Pragmatismus. Morgens ein paar Eimer befuellen und alles wird gut.

Inzwischen hat die Hausverwaltung Erbarmen gehabt und Tanker geordert. So werden die hauseigenen Wassertanks jetzt regelmaessig von Tanklastwagen aus mit Wasser befuellt. Fall geloest!

Es ist aber sowieso nur noch eine Frage der Zeit, dann werden wir hier erstmal mehr Wasser haben, als einem lieb sein kann. Ein Blick aus dem Fenster zeigt bereits dunkle Wolkenberge…

Wolken

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3 comments

1 Bernd { 06.26.09 at 11:29 }

Welcome Monsun…….schaetze mal dein Wasserproblem hat sich erledigt…..Gruss Bernd

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2 Daniela { 06.26.09 at 14:10 }

Das Haus existiert nicht in den Akten der BMC? Da würde mich eher die Frage interessieren, ob der Builder eine anständige Genehmigung hatte. Wäre ja nicht das erste Mal, dass einer zuerst baut und dann fragt, ob er das darf.

Ein ganz toller Wolkenhimmel übrigens!!!

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3 Uli { 06.26.09 at 21:01 }

Interessanter Ausblick!
Ist das Wasser jetzt da? :)

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