Heimat-Urlaub
Ich steige mal wieder ins Flugzeug. Sitze bereits auf gepackten Koffern. In wenigen Stunden geht es los, mit SWISS ueber Zuerich nach Hannover. Eine Woche Urlaub in Deutschland, eine Woche faulenzen bei der Freundin daheim. Eine Woche richtige Supermaerkte, funktionierende Infrastruktur, saubere Luft und freie Strassen. Ein Traum.
Ab dem 5. Oktober bin ich dann wieder zurueck in Bombay.
September 25, 2009 1 Comment
Wochenend-Ausflug
Ich war mal wieder ein Wochenende in Goa. In Palolem. Nach dem langen Goa Urlaub im Februar, bei dem wir ja so gut wie jeden Strand ausgetestet hatten, steht fuer mich fest, dass ich dort nur noch die Straende ganz im Norden oder ganz im Sueden bereisen werde. Alles andere kann man vergessen. Dazwischen wimmelt es naemlich leider nur so vor russischen und britischen Pauschaltouristen. Das wissen auch die Bettler und Verkaeufer, die an diesen Strandabschnitten so penetrant sind, dass man sich schon totstellen muss, um in Ruhe gelassen zu werden.
Da lobe ich mir dann doch die noch recht unerschlossenen Straende an den Raendern Goas. Dieses Mal stand ein Wochenend-Trip auf dem Programm. Das ist wirklich genial, Freitag nach der Arbeit um 17:15 Uhr mit dem letzten Flieger nach Goa und Sonntag um 18:45 Uhr wieder zurueck. Spaetestens 20 Uhr ist man dann an seiner Huette in Palolem und kann noch in Ruhe den Abend geniessen. Traumhaft, um sich mal ein Wochenende von der Monstermetropole Mumbai zu erholen.
Der grosse Unterschied zu meinem letzten Besuch in Palolem bestand diesmal darin, dass noch Nebensaison war. Die meisten Strandhuetten machen erst wieder ab dem ersten Oktober auf. Der Strand ist in der Nebensaison recht verwaist. Wo sich sonst Bar an Bar draengen, hatten jetzt lediglich drei Restaurants geoeffnet. Das sollte uns aber nicht stoeren, die Versorgung mit koestlichen, frischen Meeresfruechten war dennoch sichergestellt und die Alkoholvorraete waren auch mehr als ausreichend. Auf Grund niedrigerer Steuern ist letzterer in Goa unheimlich guenstig. Betraegt der MRP (Maximum Retail Price) in Mumbai fuer eine Flasche Kingfisher Bier Rs. 42, so sind es in Goa gerade Mal Rs. 14. Im Restaurant kostet die Flasche oft nicht mehr als Rs. 30.
Auch die Huetten waren in der Nebensaison super guenstig. Wir haben wieder im Bhakti Kutir uebernachtet, pro Person wurden pro Nacht Rs. 250 faellig.
Zudem scheint man in der Nebensaison nicht so sehr auf das einhalten der Laermschutzregeln zu achten. Ist in der Saison ab 22 Uhr Ruhe am Strand, so war jetzt auch zu spaeter Stunde noch allerhand los. Eine Bar hatte gar 24 Stunden geoeffnet und nachts fand man am Strand immer irgendwo ein Lagerfeuer.
Alles in allem war es ein tolles Wochenende, muss man eigentlich viel oefter mal machen.
Es folgen ein paar Impressionen:
September 22, 2009 3 Comments
Impressionen
Da es im Moment nicht viel Neues zu schreiben gibt, lasse ich jetzt einfach Bilder sprechen. Am Wochenende war ich mal wieder im Sueden der Stadt und hatte die Kamera dabei. Hier also ein paar Impressionen aus Bombay.
September 8, 2009 2 Comments
Der ganz alltaegliche Wahnsinn
Ich habe mal wieder laenger nicht geschrieben. Ich weiss. Ich schaeme mich auch ein wenig. Aber aus meiner Perspektive ist zur Zeit irgendwie einfach nicht viel los. Der Alltags-Trott dominiert.
Heute auf dem Weg zur Arbeit habe ich allerdings genau darueber mal ein wenig genauer nachgedacht. Was ist eigentlich Alltag. Und dabei ist mir aufgefallen, dass das, was hier von mir als “alltaeglich” und “ganz normal” hingenommen wird auf den Betrachter aus Deutschland dann vielleicht doch etwas anders wirkt.
Nehmen wir exemplarisch einfach mal den ersten Teil meines heutigen Tages. Nach dem Aufstehen setzt die allmorgendliche Routine ein: Klimaanlage im Schlafzimmer aus, Luftentfeuchter an. Dann Rundgang durch alle Zimmer, Deckenventilatoren einschalten. Keine Chance dem Schimmel! Anschliessend fix durchs Bad, ankleiden, die Maid reinlassen, Notebook in der Tasche verstauen, Flasche Wasser als Wegzehrung schnappen und raus zur Tuer.
Heute ging dann zur Abwechslung mal der Fahrstuhl nicht. Also mit Sack und Pack die neun Stockwerke durchs Treppenhaus abwaerts. Ja, dabei wird einem warm, bei morgens schon ueber dreissig Grad und einer Luftfeuchtigkeit von weit ueber 80%.
Naechster Schritte nach dem Schweissabtupfen: Allen unten anwesenden Personen (dem Liftboy, zwei Sicherheitsmaennern, dem Maedchen fuer alles und einigen Fahrern) einen guten Morgen wuenschen, warten, dass mein Wagen vorfaehrt, einsteigen, endlich wieder klimatisierte Luft… Meine Tasche darf ich selbst nicht verstauen, das macht Lucas, mein Fahrer. Es war schon ein echter Kampf ihm beizubringen, dass es fuer mich wirklich okay ist, wenn ich meine Tasche selbst nach oben trage, wenn ich abends Heim komme.
Im Auto werden dann erstmal die taeglichen Schlagzeilen ueberflogen:
Die Polizei Mumbais soll auf eine neue Diaet gesetzt werden. Schluss mit fettreicher Kost. Ab jetzt gibt es fuer die haeufig dickbaeuchigen Polizisten nicht mehr die schoen fettige indische Kost, sondern Obst, Salate und so weiter. Na, da wird die Laune der eh unterbezahlten Polizisten mit Sicherheit gleich noch viiieeel besser.
Dienstag ist in Mumbai ein 6-Etagen-Haus eingestuerzt, weil ein Ladenbesitzer meinte, in seinem Geschaeft im Erdgeschoss ein paar stoerende (dummerweise aber tragende) Saeulen entfernen zu muessen. Shit happens. Nun wird er halt verklagt.
Ein paar Glaeubige haben sich fuer einige Stunden in Wasserfaesser gesetzt, gebetet und Mantras gesungen, in der Hoffnung, dass dadurch der Regen endlich so richtig einsetzt.
In Mumbais 1.25 Millionen Vorort Thane haeufen sich die Malaria Erkrankungen.
Ein Flyover (eine Bruecke ueber eine viel befahrene Kreuzung), die eigentlich innerhalb von 18 Monaten haette fertig gestellt sein sollen, ist nach nun mehr drei Jahren immernoch fernab der Vollendung, dafuer versperrt die Baustelle aber auesserst erfolgreich zwei von drei Fahrspuren.
Indien bekommt 2010 seine erste gruene Partei.
Transsexuelle bekommen eine eigene Internetseite fuer die Suche nach Ehepartnern.
Der Sexpert wird heute gefragt, ob man definitiv der Vater eines Kindes ist, wenn die Ehefrau schwanger wird. Ein anderer Leser klagt, dass seine Frau beim Sex immer sehr schnell trocken werde und fragt, woran das nur liegen koenne. Der Rat an ihn: Er solle doch mal herausfinden, warum sie so schnell das Interesse am Sex mit ihm verliert. Und ein 25jaehriger fuerchtet schwul zu sein und fragt, ob es da Mittel gegen gibt.
Zu lange kann man sich allerdings nicht auf die Zeitung konzentrieren. Das ist nicht nur dem Inhalt geschuldet, sondern viel mehr den schlechten Strassen und dem an Autoscooter erinnernden Fahrstil. Bei der Schaukelei und dem Gewackel und Geruettel wird mir beim Lesen im Auto dann doch recht schnell unwohl. Also Zeitung bei Seite gelegt und aus dem Fenster geschaut, das bunte Chaos bewundert.
Kurz wurde ich dabei ein Mal aus meiner Ruhe gerissen, als dem Wagen neben mir mit einem lauten Knall der Reifen platzte. Der anfaengliche Schreck war dann aber auch schnell wieder ueberwunden und die Weiterfahrt ins Buero verlief ereignislos…
Alltag in Indien, so schaut’s aus.
August 27, 2009 2 Comments
Lebensqualitaet
Zur Zeit geschehen hier in Bombay unglaubliche Dinge. Dinge, von denen ich vor einem halben Jahr nicht Mal zu traeumen gewagt haette.
1. Es gibt ein neues, geniessbares Sprudelwasser:
Vor zwei Wochen: Ich kroch nach der Arbeit mal wieder durch den reichlich zaeh dahin fliessenden Verkehr zurueck nach Bandra, als ich aus dem Augenwinkel einen Lieferwagen von Bisleri wahrnahm. Bisleri ist hier einer der grossen Mineralwasser-Hersteller. Auf diesem Wagen wurde ein neues Produkt beworben: Bisleri Fizzy Soda. Neugierig geworden hielt ich auf dem Rueckweg am Pali Market und kaufte mir testweise eine Flasche. Unglaublich. Kalt schmeckt dieses Soda tatsaechlich wie ein Mineralwasser mit Kohlensaeure. Genial! Vorbei die Zeiten, in denen Fruchtsaefte mit Wasser gemischt werden musste, welches nach eingeschlafenen Fuessen schmeckte. Fruchtsaefte gibt es hier ohnehin schon gute, endlich aber kann man sich auch wieder leckere Fruchtschorlen zubereiten, ohne einen Kleinkredit fuer importiertes Perriere-Sprudel-Wasser aufnehmen zu muessen!
2. Ich habe einen Laden fuer Grillkohle und eine Schlachterei gefunden:
Diesen Samstag wollten wir eigentlich ins Theater. Dieses hatte aber auf Grund der Schweinegrippe leider geschlossen, ein Alternativ-Programm musste her. Erst kuerzlich hatte ich einen Laden gefunden, wo man Grillkohle kaufen kann, also lud ich kurzerhand zum BBQ ein. Es wurde ein Festmahl. Wir hatten unter anderem selbstgemachten Kartoffelsalat, Ofenkartoffeln mit Sour Creme (!), Krautsalat und fuer den Grill nicht nur Huehnchen, Lamm und Garnelen, sondern sogar richtiges Schweinefleisch. Das Fleisch war koestlich, der Schlachter am Pali Market wird ab jetzt sicher haeufiger besucht (oder zwecks Home-Delivery angerufen) werden…
Anschliessend folgte direkt aus Frankreich eingeflogener Saint Nectaire Fermier Kaese mit Baquette und als Nachtisch dann noch Mouse o Chocolat und Obstsalat. Dies alles genossen wir bei dem ein oder anderen Glaeschen Rotwein auf der Terasse. Ein unglaublicher Schmaus, da konnte man glatt vergessen, dass man hier in Bombay sitzt.
3. Ein richtiger Supermarkt in Fussreichweite
An der Hillroad, quasi bei mir vor der Tuer, hat heute ein neuer Supermarkt aufgemacht. Natures Basket. GENIAL! Dort gibt es alles, was das (europaeische) Herz begehrt. Unmengen an Koestlichkeiten. Neben Obst und Gemuese gibt e seine Kaesetheke und eine Fleisch- und Aufschnitt-Abteilung und ganz viele importiere Lebensmittel aus allen moeglichen Ecken der Welt. Ich habe heute erstmal nur eine Dose Thunfisch, Wiener-Wuerstchen, Truthahn-Brust, eine Packung Instant-Nudeln, Brot und Knabberkram gekauft. Diesem Laden werde ich ab jetzt sicher oefter einen Besuch abstatten.
Eigentlich alles Kleinigkeiten, aber sie machen das Leben hier doch deutlich angenehmer.
August 17, 2009 3 Comments
Schweinegrippe
Die Inder sind schon ein lustiges Voelkchen. Nicht umsonst sagt man gerne “Inder sind wie Kinder”. Hochgradig emotional und sehr schnell in Angst und Schrecken zu versetzen. Aktueller Ausloesung fuer landesweite Angstzustaende ist die Schweinegrippe, hier Swine Flu genannt.
Gerade heute Morgen las ich in der Zeitung eine Umfrage, ob die Leute es fuer sinnvoll erachten wuerden, wenn man in Anbetracht der “Bedrohung” Einkaufszentren, Schulen, Universitaeten, Kinos etc. schliessen wuerde und fast alle antworteten mit “ja”. Da musste ich mir ja schon das erste Mal an diesem Tag kraeftig an den Kopf packen… Was soll das bringen? Alle bleiben ein paar Tage in ihrer Freizeit daheim und alles wird gut?
Naja, ich schenkte dem keine weitere Beachtung.
Dafuer fiel ich spaeter am Tag aus allen Wolken. Breaking News. Alle Schulen und Universitaeten werden ab morgen fuer sieben Tage geschlossen. Kinos, Theater, Einkaufszentren usw. zunaechst fuer drei. Das ist ja quasi “Freizeit-Hausarrest”. Diese Massnahmen erscheinen mir dann doch etwas willkuerlich und wirklich zu Ende gedacht wurde das alles offenbar auch nicht. Das groesste Gedraenge in dieser Stadt herrscht schliesslich in Bussen und Local Trains. Die duerfen aber so weiter fahren, als sei nichts los.
Zudem sind die blanken Zahlen fuer Indien natuerlich extrem angsteinfloessend. 17 Menschen sind bereits an der Schweinegrippe gestorben. In Worten: Siebzehn. Eine eins gefolgt von einer sieben. Uihuihuih… Das war’s. Siebzehn Menschen von ueber 1.5 Milliarden. Weltweit etwas ueber 1.000 Tote bei mehr als 200.000 bestaetigten Erkrankungen. Prozentual ist das ein Witz. Und da macht man jetzt so eine Welle? Jeden Tag sterben allein hier in Bombay zehn Menschen, weil sie von Local Trains ueberfahren werden oder aus dem Zug fallen oder von Masten, Bruecken oder aehnlichem enthauptet werden. Das scheint auch niemanden zu stoeren…
Alle oeffentlichen Krankenhaeuser und einige der privaten haben inzwischen Tuer und Tor geoeffnet fuer Patienten mit Verdacht auf Schweinegrippe. Das fuehrt hier dann dazu, dass diese gleich ueberlaufen werden, weil jeder, dem die Nase juckt, jetzt Angst hat, an der Schweinegrippe zu Grunde zu gehen.
Ein Gutes kann man der ganzen Sache aber auch abgewinnen. Wenn man jetzt in der Oeffentlichkeit laut niest oder hustet, hat man schnell viel mehr Platz fuer sich, als sonst ueblich…
August 12, 2009 2 Comments
Punktsieg
Wie es aussieht, habe ich einen wichtigen Punktsieg im Kampf gegen den Schimmel errungen. Seit ich vor zwei Wochen meinen Schlachtplan ausgearbeitet und massiv mit Produkten aus dem Hause DampRid aufgeruestet habe, hat der Schimmel nicht nur den Rueckzug angetreten, nein, er hat sich seither nicht mehr in meine Wohnung gewagt.
Das ganze hat natuerlich seinen Preis. Die DampRid Produkte sind nicht gerade guenstig. Und sie halten hier in Bombay, zu dem so nahe am Meer, wie ich wohne, nicht sonderlich lang. Im Kleiderschrank musste ich bereits den ersten Lufttrockner auswechseln. Nicht ganz zwei Wochen hat er gehalten. Im Gaestezimmer steht ein groesseres Teil. Dieses scheint wohl noch eine Woche durchzuhalten, also auf drei Wochen zu kommen.
Alles in allem bin ich aber beruhigt. Man scheint dem Schimmel nicht voellig ausgeliefert zu sein. Das ist insofern gut zu wissen, als dass man ja eventuell auch mal waehrend des Monsuns fuer ein paar Wochen nach Europa in den Urlaub fahren koennte. Dieser waere vermutlich weniger entspannend, wenn man staendig von Albtraeumen geplagt aufschreckt, die Wohnung daheim, zugewachsen vor lauter Schimmelpilzen… Das muss aber nicht sein. Ordentliche Ventilation, strategisch verteilte DampRid Produkte und ein elektrischer Luftentfeuchter, der regelmaessig geleert wird (oder dessen Abwasserschlauch man einfach ins Bad legt) und man hat einige Sorgen weniger…
August 10, 2009 No Comments
Aufgeruestet
Indien hat aufgeruestet. Der neue Stolz der indischen Marine heisst INS Arihant und es handelt sich dabei um ein 6.000 Tonnen schweres nuklear betriebenes U-Boot. Bis zu 12 mit Atomkoepfen bestueckte Raketen kann das Boot an Bord nehmen. Gekostet hat der Spass schlappe 2.9 Milliarden USD. Eine grossartige Investition. Wen interessiert schon fliessendes Wasser und unterbrechungsfreie Elektrizitaet, gescheite Internetanbindung, ein vernuenftig ausgebautes oeffentliches Nahverkehrsnetz und andere Nebensaechlichkeiten, wenn man ein Atom-U-Boot haben kann…
Ich habe auch aufgeruestet.
Juli 28, 2009 3 Comments
Schimmelreiter
Im Moment habe ich so eine Phase, wo ich Bombay echt Scheisse finde. Vieles spielt da mit rein. Zum einen die Inder an sich mit ihren staendigen Versuchen, einen zu Bescheissen. Die ersten Monate konnte ich das irgendwie noch als “Folklore” einordnen, im Moment nervt es mich. Dazu die Arbeitseinstellung und offensichtliche Unfaehigkeit vieler. Das faengt an, bei einer tropfenden Klimaanlage, die nun nach inzwischen schon zwei Besuchen eines Technikers noch immer nicht wieder trocken ist. Das geht dann nahtlos weiter zu meinem Schlafzimmer-Fernseher, der hier seinen Geist aufgegeben hat und dessen Reparatur sich immer und immer wieder verzoegert hat, weil angeblich irgendwelche Teile nicht zu haben waren. Bescheid sagen konnte man uns dabei aber nie… Weiter geht es nun mit meinem PC, der leider auch seinen Geist aufgegeben hat. Inzwischen war auch dafuer der Techniker zweimal hier, aber wirklich organisiert geht er nicht vor. So hat er nun zwar die Grafikkarte in meinem PC ausgetauscht, aber will meine eigene Karte erst in ein paar Tagen in seinem Labor auf Funktionsfaehigkeit testen. Warum nicht schon jetzt, waehrend ich mit seiner Teste, ob mein Rechner funktioniert? Bleibt sein Geheimnis… Dazu ist Sarah nun nach einer schoenen gemeinsamen Zeit wieder abgereist, was nicht unbedingt positiv zum Wohlbefinden beitraegt.
Den groessten Beitrag zu meiner momentanen Bombay-Krise ist allerdings dem Schimmel verschuldet.
Juli 26, 2009 No Comments
Besuch
Hurrah, hurrah, die Sarah ist wieder da. Okay, die werte Leserschaft freut sich vermutlich nicht so wie ich, denn das heisst im Umkehrschluss, dass ich meinen Blog mal wieder etwas stiefmuetterlich behandle, aber da muesst ihr grad mal durch.
In der Nacht vom 04. auf den 05. Juli ist Sarah angekommen. Ich hatte ja schon schlimmste Befuerchtungen. Zunaechst ist sie leider kurz vor Abflug noch krank geworden, so dass es fast schon nach Umbuchung aussah, dann kaempfte sie sich tapfer doch ins Flugzeug und was war? In Bombay regnete es in Stroemen. Als ich Samstag tagsueber mit dem Auto unterwegs war, um letzte Besorgungen zu machen, wurde es mir schon etwas Angst und Bange. Die Strassen hatten verblueffende Aehnlichkeiten mit einer Seenlandschaft und ich hoffte, dass mir das Auto nicht ertrinkt.

Die naechste Frage war, ob ich es ueberhaupt rechtzeitig zum Flughafen schaffen wuerde. Aber da brachte mich meine Landlady Sajida auf eine geniale Idee. Ich fuhr einfach extreme rechtzeitig los, nahm ein gutes Buch mit und gab als erstes Ziel erstmal das ITC Hotel am Flughafen an. Ein wirklich schickes Ding. Wie sich herausstellte kamen wir recht gut durch und so setzte ich mich dort an die Bar, bestellte ein Bierchen (dazu gab es ein Schaelchen mit Knabberkram) und las mein Buch. Nebenbei pruefte ich mit dem Handy in regelmaessigen Abstaenden die Homepage des Flughafens, denn dort kann man sehen, ob die Maschine schon gelandet ist. Als es dann soweit war lies ich die Rechnung kommen, erfreute mich an 20% Rabatt, die ich als Handelskammer-Mitglied dort einstreichen kann und weiter ging es zum Flughafen, wo ich endlich nach einiger weiterer Wartezeit meine Sarah in die Arme schliessen konnte.
Seither hatten wir tolles Programm.
Juli 20, 2009 2 Comments






