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	<title>Benny goes Bollywood &#187; Beobachtungen</title>
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		<title>Rueckblich und Ausblick</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 12:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon lange schiebe ich es vor mir her, einen Jahresrueckblick zu schreiben. Am Jahrestag meiner Entsendung weilte ich gerade im Urlaub in Deutschland. Und auch danach habe ich es immer weiter vor mir hergeschoben. Und ehe ich mich versah war auch schon der naechste Jahrestag an der Reihe, der der Anschlaege vom 26. November 2008. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon lange schiebe ich es vor mir her, einen Jahresrueckblick zu schreiben. Am Jahrestag meiner Entsendung weilte ich gerade im Urlaub in Deutschland. Und auch danach habe ich es immer weiter vor mir hergeschoben. Und ehe ich mich versah war auch schon der naechste Jahrestag an der Reihe, der der Anschlaege vom 26. November 2008. Ich habe mich schwer getan, da jetzt die passenden Worte zu finden, fuer all das, was ich in der Zeit seit meiner Ankunft in Indien am 01. Oktober 2008 erlebt habe.</p>
<p><span id="more-748"></span>Mumbai ist krass. Es ist heiss. Selbst jetzt im Dezember. Waehrend des Monsuns ist es dazu noch unglaublich schwuel. Alles schimmelt. Es ist laut. Unglaublich laut. So laut, dass ich bei meinem ersten Deutschland-Urlaub im Dezember letzten Jahres in Hamburg dachte, ich sei  taub, als ich morgens erwachte und einfach mal nichts hoerte. Es stinkt. „Man kann Mumbai am Gestank erkennen, sobald sich die Flugzeugtueren oeffnen“, sagte mein Inder, bevor ich 2005 das aller erste Mal nach Indien reiste. Ich glaubte es nicht. Wollte es nicht glauben. Er hat Recht behalten, es ist auch heute nicht anders. Dazu der Smog.</p>
<p>Und dann die Menschen. Viel zu viele Menschen. 16 Millionen auf der Haelfte der Flaeche Hamburgs. Ueberall sieht man Scheisse. Hundescheisse der unzaehligen Strassenkoeter. Kuhscheisse der frei durch die Strassen streifenden Kuehe. Ziegenscheisse der fuer das muslimische Opferfest gehaltenen Ziegen findet man sogar im Aufzug seiner Wohnung. Und natuerlich Menschenscheisse. Jeden Morgen auf dem Weg zum Buero passiere ich ein Stueck Strasse, wo nachts die LKW parken. Die Fahrer wohnen in ihren LKW. Morgens hocken sie sich versteckt hinter die Reifen ihrer Trucks an den Kantstein und verrichten ihre Notdurft. Wenn ich dann vorbeifahre, in Anzug und Krawatte auf dem Weg zur Arbeit, sind die Trucks schon weg. Nur die Scheisse ist noch da. Schmierig, breiig laeuft sie den Kantstein hinab.</p>
<p>Nur waehrend des Monsuns sind die Kantsteine sauber. Dann schwimmt die Scheisse mit allerhand anderem undefinierbaren Zeugs im je nach Gegend huefthoch stehenden Wasser auf den Strassen.</p>
<p>Doch dieses Jahr war der Monsun schwach. Zu schwach. Das Leitungswasser wird nun sanktioniert. Fliessend Wasser gibt es bei mir im Haus nur noch jeweils morgens und abends ein paar Stunden. Das wird wohl auch bis zum naechsten Regen so bleiben. Das Klo spuehlt man dann halt mit dem Eimer und Wasser aus einem grossen Plastikfass.</p>
<p>Und dann die Seuchen und Krankheiten. Irgendwann kriegt man unweigerlich Durchfall oder die Kotzerei. Da kann man noch so vorsichtig sein, irgendwann sucht es einen Heim. Aber in Anbetracht der sonst noch im Angebot befindlichen Krankheiten kann man direkt dankbar sein, dass man sich nichts schlimmeres gefangen hat. Malaria, Dengue Fieber, die Pest, Tollwut, Cholera, Lepra, Tuberkulose, Japanische Enzephalitis, der kranken Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.</p>
<p>Aber trotzdem, Indien ist faszinierend. Jeder Weg zur Arbeit, ja sogar die kurze Strecke zum Supermarkt ist voll von neuen Eindruecken. Allein schon der Strassenverkehr. Hunde. Kuehe. Elefanten.Fussgaenger. Radfahrer. Karren. Kutschen. Motorraeder mit und ohne Beiwagen. Rickshas. Uralte Taxen. Autos in allen Groessenordnungen und Preisklassen. LKW. Busse. Ein einziges Chaos und immer haarscharf am Unfall vorbei.</p>
<p>Dazu das Leben auf den Buergersteigen. Dort wird nicht nur gegangen oder gestanden. Dort wird gesessen, gelegen, geschlafen und gewohnt. Dort werden Geschaefte aller Art verrichtet, ja, da wird oeffentlicher Raum nicht nur besessen, sondern gemeinschaftlich gelebt.</p>
<p>Kaum zu glauben, dass ich in drei Tagen schon wieder im Flugzeug sitze und nach Hamburg zurueck fliege. „Was fuer ein toller langer Weihnachtsurlaub“, mag nun der ein oder andere denken. Aber dem ist nicht so. Zunaechst steht Anfang naechster Woche noch eine Operation an. Der Granatsplitter im Gesicht, ein weiteres Andenken der Terroranschlaege vom 26.11.2008 wird entfernt. Drei bis vier Naechte werde ich im Krankenhaus bleiben muessen, dann ist dieses Thema endlich abgehakt, denn die verbliebenen drei Granatsplitter sollen bleiben, wo sie sind.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass die Narbe schnell verheilt und ich auch noch dazu komme, die Weihnachtsmaerkte in Hamburg zu geniessen. Ich war zwar schon am Sonntag auf dem Deutschen Christmas Fest hier in Mumbai. Aber Gluehwein bei 30 Grad ist einfach nicht das Wahre.</p>
<p>Ansonsten werde ich mich die ersten Tage in Deutschland wieder darauf konzentrieren muessen, den „Verbuschungs-Effekt“ zu unterdruecken, den so ein langer Aufenthalt im Dschungel mit sich bringt. So fuehrt das typisch indische Kopfwackeln (maybe yes, maybe no, maybe I don’t fucking know) in Deutschland doch eher zu Verwunderung und auch das Anreden einfacher Dienstleister mit „hey boss“ wird eher nicht so gerne gesehen.</p>
<p>Aber ich bin zuversichtlich, dass es mir gelingt, dies Klippen zu umschiffen und meinen Akku ordentlich aufzuladen, bevor es Anfang Januar in Bombay wieder heisst „welcome to the jungle“.</p>
<p>Da ich nicht weiss, ob ich waehrend meines Heimaturlaubs dazu komme, hier gross zu bloggen, wuensche ich meinen Lesern schon jetzt eine schoene Weihnachtszeit. Als kleines Schmankerl gibt es hier gleich noch eine indische Version von „Jingle Bells“.</p>
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		<title>Lebenserwartung</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 11:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute blieb mir doch auf dem morgentlichen Weg zur Arbeit glatt der Muesliriegel im Halse stecken, als ich auf die Titelseite der Times of India blickte. Ein Artikel dort behandelte die Lebenserwartung der Einwohner Bombays. Und diese empfinde ich doch als erstaunlich niedrig.
Laut CIA World Fact Book liegt Indien mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 69,89 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute blieb mir doch auf dem morgentlichen Weg zur Arbeit glatt der Muesliriegel im Halse stecken, als ich auf die Titelseite der Times of India blickte. Ein Artikel dort behandelte die Lebenserwartung der Einwohner Bombays. Und diese empfinde ich doch als erstaunlich niedrig.</p>
<p>Laut CIA World Fact Book liegt Indien mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 69,89 Jahren recht abgeschlafen auf Platz 145. Zum Vergleich, Deutschland liegt mit im Durchschnitt 79,26 Jahren auf Platz 32. Nun schreibt aber die Times of India, dass die Lebenserwartung neuesten Untersuchungen zu Folge in Indien im Durchschnitt bei nur 63,7 Jahren liegt. Diesen Wert finde ich schon besorgniserregend.  Im Folgenden geht der Artikel dann aber explizit auf Mumbai ein und hier betraegt die durchschnittliche Lebenserwartung fuer einen Mann lediglich 52,6 und fuer eine Frau 58,1 Jahre.</p>
<p>Dass das Leben hier ungesund ist, habe ich ja schon laenger geahnt, dass sich dies aber auch so deutlich in die Statistiken durchschlaegt ist dann doch beeindruckend. So plagen einen hier schliesslich nicht nur Schimmel und Abgase, sondern gerade auf die Inder aus einfacheren Verhaeltnissen warten noch ganz andere Gefahren im Alltag. Beeindruckend z.B. die Zahl der Toten im oeffentlichen Nahverkehr. 4.000 Tote im Jahr auf dem Netz der Vorortzuege, da wuerde sich die Hochbahn in Hamburg aber langsam schon Mal Gedanken machen&#8230; Dazu die Verkehrstoten auf den Strassen. Vorallem nachts kommt es haeufig zu unschoenen Szenen, wenn Alkohol im Blut ist und die Fahrer uebermuedet sind&#8230; Anschnallen ist dazu fuer die meisten ein Fremdwort und auf Airbags wird hier in vielen Fahrzeugen verzichtet. Und wenn man dann mal gerade nicht schnell fahren kann, weil Stau herrscht, so kommt z.B. im Falle eines Herzinfarkts der Krankenwagen mit Sicherheit zu spaet. Dazu die Arbeitsbedingungen, mit denen viele Inder taeglich zu kaempfen haben. Sicherheitsvorschriften, wie man sie aus Deutschland gewohnt sind, werden, sofern es sie hier ueberhaupt gibt, kaum in die Tat umgesetzt. Ich kann immer gar nicht hingucken, wenn jemand draussen vorm Buero am Bambusgeruest herumturnt, ohne Sicherung&#8230;</p>
<p>52,6 Jahre fuer einen Mann, ganz schoen bitter, da haette ich schon mehr als die Haelfte meines Lebens hinter mir. Keine schoene Vorstellung!</p>
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		<title>Home sweet home&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 12:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Nacht von Sonntag auf Montag bin ich wieder in Bombay gelandet. Hinter mir lag eine tolle Woche bei Sarah in Deutschland. Geflogen bin ich diesmal direkt nach Hannover, mit SWISS von Bombay ueber Zuerich. Sehr empfehlenswert, die Economy Class bei denen ist wirklich schick. In Deutschland folgte dann eine Mast mit all den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Nacht von Sonntag auf Montag bin ich wieder in Bombay gelandet. Hinter mir lag eine tolle Woche bei Sarah in Deutschland. Geflogen bin ich diesmal direkt nach Hannover, mit SWISS von Bombay ueber Zuerich. Sehr empfehlenswert, die Economy Class bei denen ist wirklich schick. In Deutschland folgte dann eine Mast mit all den Leckereien, die einem hier so fehlten, dazu Bundesliga Fussball live im TV, ein Besuch im wunderschoenen Cafe Winuwuk in Bad Harzburg, ein Kurztrip nach Hamburg zwecks diverser Arzttermine (Planung meiner naechsten OP zur Entfernung eines weiteren Granatsplitters, Cholera-Impfung, Leberflecken-Screening,&#8230;). Gegen Ende der Woche kamen dann auch meine Eltern nach Gifhorn, wir verbrachten einen Nachmittag im schoenen Braunschweig und einen Tag in der Wolfsburger Autostadt, Samstag hiess es dann noch Mal frische Luft schnappen bei einem Spaziergang um den Talkumsee und abends gab es als Henkersmahlzeit koestliche selbstgemachte Sushi, ehe ich dann Sonntag in aller Fruehe mit einem alten Lufthansa Jumbo wieder nach Bombay geflogen wurde.</p>
<p>Dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein, waehrend meiner Abwesendheit hat der Timer am Bildschirmrand die magische Marke von 365 Tagen geknackt. Das heisst, ich bin mittlerweile seit ueber einem Jahr ein Mumbaiker. Von der anfaenglichen Euphorie ist im Moment allerdings nicht mehr allzuviel vorhanden. Der Monsun hat mich wirklich fertig gemacht. Es macht einfach keinen Spass zuzugucken, wie einem der Haushalt vermodert und staendige Ersatzbeschaffungen reissen einem Loecher ins Konto.</p>
<p>Auch jetzt erfolgten direkt nach meiner Rueckkehr gleich wieder die ersten Nackenschlaege. Kaum betrat ich um kurz nach halb drei am fruehen Montagmorgen meine Wohnung, begruesste mich schon wieder der Schimmel. Faszinierend, in welcher Farb- und Formenvielfalt er vorkommt. Kleine, weiss-graue Inselchen auf einem Lederportemonnaie, feiner gruenlich-grauer Ueberzug auf schwarzen Schuhen, recht grell greener Pelz auf braunen Lederschuhen, flauschig weisse Inselchen auf schwarzem Lackleder, kuschelig weiche gruene Inselchen auf der Ledersohle, schicke weisse Sprenkler auf einer blauen Jeans und feine weisse Siedlungen auf einem indischen Anzug, um nur einige zu erwaehnen. Und das ist nur der Schimmel, den man sieht. Ich will gar nicht wissen, wie es in Matratzen, Bettzeug, Sofapolstern usw. ausschaut. Immerhin, noch koennen die Moebel nicht laufen. Aber ich habe den Verdacht, sie versuchen gelegentlich mit mir zu sprechen. Ich glaube auf Russisch!</p>
<p>Gesund sein kann das alles nicht. Aber immerhin weiss ich dann jetzt, woher dieser staendige Hustenreiz kommt&#8230;</p>
<p>Ich war so frei und habe die kleinen Kunstwerke der Natur mit der Kamera festgehalten und die Bilder hier eingestellt.</p>

<div class="ngg-imagebrowser" id="ngg-imagebrowser-46-731">

	<h3></h3>

	<div class="pic">
<a href="http://www.matthijs.de/wordpress/wp-content/gallery/schimmel/anzug.jpg" title="Ein verschimmelter Anzug" class="thickbox" rel="schimmel">
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</div>
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		</div>
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		</div>
		<div class="counter">Bild 1 von 9</div>
		<div class="ngg-imagebrowser-desc"><p>Ein verschimmelter Anzug</p></div>
	</div>	

</div>	


<p>Rueckblicken hatte das Jahr hier in Bombay allerhand zu bieten. Sowohl positiv als auch negativ. So haette ich ohne die Entsendung nach Bombay heute zwar nicht vier Granatsplitter in meinem Koerper stecken, aber dafuer haette ich wohl auch nie meine Sarah kennengelernt. Auch wenn der Alltag hier kein Spaziergang ist, so ist er doch voll von faszinierenden Erfahrungen. Und auch wenn man glaubt, man hat so viele verrueckte Sachen erlebt, da kann eigentlich nichts mehr kommen, so wird man in dieser Stadt hier doch schnell eines Besseren belehrt.</p>
<p>Gerade heute Nachmittag fragte mein Fahrer Lucas mich, ob er mir einen Kaffee besorgen solle. Irre ich mich, wenn ich sage, dass die meisten von euch nun vermutlich denken, er haette sich zum naechsten Starbucks aufgemacht und mir einen Becher Kaffee besorgt? Falsch gedacht! Er verliess das Buero und kam kurz darauf mit einer kleinen durchsichtigen Plastiktuete in der Hand zurueck. Und in eben dieser Plastiktuete befand sich nicht etwa Wasser und ein Goldfisch, nein, darin war mein Kaffee. Noch fix umgefuellt in eine schoene Tasse und da stand er auf meinem Tisch, frisch, noch dampfend, Kaffee To-Go auf indisch&#8230;</p>
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		<title>Lebensqualitaet</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 16:01:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Einkaufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Zeit geschehen hier in Bombay unglaubliche Dinge. Dinge, von denen ich vor einem halben Jahr nicht Mal zu traeumen gewagt haette.

1.	Es gibt ein neues, geniessbares Sprudelwasser:
Vor zwei Wochen: Ich kroch nach der Arbeit mal wieder durch den reichlich zaeh dahin fliessenden Verkehr zurueck nach Bandra, als ich aus dem Augenwinkel einen Lieferwagen von Bisleri [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Zur Zeit geschehen hier in Bombay unglaubliche Dinge. Dinge, von denen ich vor einem halben Jahr nicht Mal zu traeumen gewagt haette.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-702" href="http://www.matthijs.de/2009/08/17/lebensqualitaet/comp_p1010759/"><img class="size-medium wp-image-702      aligncenter" title="Bisleri Fizzy Soda" src="http://www.matthijs.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/comp_P1010759-200x300.jpg" alt="Bisleri Fizzy Soda" width="200" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: left;">1.	Es gibt ein neues, geniessbares Sprudelwasser:</p>
<p style="text-align: left;">Vor zwei Wochen: Ich kroch nach der Arbeit mal wieder durch den reichlich zaeh dahin fliessenden Verkehr zurueck nach Bandra, als ich aus dem Augenwinkel einen Lieferwagen von Bisleri  wahrnahm. Bisleri ist hier einer der grossen Mineralwasser-Hersteller. Auf diesem Wagen wurde ein neues Produkt beworben: Bisleri Fizzy Soda. Neugierig geworden hielt ich auf dem Rueckweg am Pali Market und kaufte mir testweise eine Flasche. Unglaublich. Kalt schmeckt dieses Soda tatsaechlich wie ein Mineralwasser mit Kohlensaeure. Genial! Vorbei die Zeiten, in denen Fruchtsaefte mit Wasser gemischt werden musste, welches nach eingeschlafenen Fuessen schmeckte. Fruchtsaefte gibt es hier ohnehin schon gute, endlich aber kann man sich auch wieder leckere Fruchtschorlen zubereiten, ohne einen Kleinkredit fuer importiertes Perriere-Sprudel-Wasser aufnehmen zu muessen!</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-703" href="http://www.matthijs.de/2009/08/17/lebensqualitaet/comp_p1010750/"><img class="size-medium wp-image-703      aligncenter" title="Festmahl" src="http://www.matthijs.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/comp_P1010750-300x200.jpg" alt="Festmahl" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: left;">2.	Ich habe einen Laden fuer Grillkohle und eine Schlachterei gefunden:</p>
<p style="text-align: left;">Diesen Samstag wollten wir eigentlich ins Theater. Dieses hatte aber auf Grund der Schweinegrippe leider geschlossen, ein Alternativ-Programm musste her. Erst kuerzlich hatte ich einen Laden gefunden, wo man Grillkohle kaufen kann, also lud ich kurzerhand zum BBQ ein. Es wurde ein Festmahl. Wir hatten unter anderem selbstgemachten Kartoffelsalat, Ofenkartoffeln mit Sour Creme (!), Krautsalat und fuer den Grill nicht nur Huehnchen, Lamm und Garnelen, sondern sogar richtiges Schweinefleisch. Das Fleisch war koestlich, der Schlachter am Pali Market wird ab jetzt sicher haeufiger besucht (oder zwecks Home-Delivery angerufen) werden&#8230;</p>
<p style="text-align: left;">Anschliessend folgte direkt aus Frankreich eingeflogener Saint Nectaire Fermier Kaese mit Baquette und als Nachtisch dann noch Mouse o Chocolat und Obstsalat. Dies alles genossen wir bei dem ein oder anderen Glaeschen Rotwein auf der Terasse. Ein unglaublicher Schmaus, da konnte man glatt vergessen, dass man hier in Bombay sitzt.</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="attachment wp-att-704" href="http://www.matthijs.de/2009/08/17/lebensqualitaet/comp_p1010760/"><img class="size-medium wp-image-704    aligncenter" title="Natures Basket" src="http://www.matthijs.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/comp_P1010760-300x200.jpg" alt="Natures Basket" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: left;">3.	Ein richtiger Supermarkt in Fussreichweite</p>
<p style="text-align: left;">An der Hillroad, quasi bei mir vor der Tuer, hat heute ein neuer Supermarkt aufgemacht. Natures Basket. GENIAL! Dort gibt es alles, was das (europaeische) Herz begehrt. Unmengen an Koestlichkeiten. Neben Obst und Gemuese gibt e seine Kaesetheke und eine Fleisch- und Aufschnitt-Abteilung und ganz viele importiere Lebensmittel aus allen moeglichen Ecken der Welt. Ich habe heute erstmal nur eine Dose Thunfisch, Wiener-Wuerstchen, Truthahn-Brust, eine Packung Instant-Nudeln, Brot und Knabberkram gekauft. Diesem Laden werde ich ab jetzt sicher oefter einen Besuch abstatten.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Eigentlich alles Kleinigkeiten, aber sie machen das Leben hier doch deutlich angenehmer.</p>
<p style="text-align: left;">
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		<title>Schimmelreiter</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 16:53:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Moment habe ich so eine Phase, wo ich Bombay echt Scheisse finde. Vieles spielt da mit rein. Zum einen die Inder an sich mit ihren staendigen Versuchen, einen zu Bescheissen. Die ersten Monate konnte ich das irgendwie noch als “Folklore” einordnen, im Moment nervt es mich. Dazu die Arbeitseinstellung und offensichtliche Unfaehigkeit vieler. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Moment habe ich so eine Phase, wo ich Bombay echt Scheisse finde. Vieles spielt da mit rein. Zum einen die Inder an sich mit ihren staendigen Versuchen, einen zu Bescheissen. Die ersten Monate konnte ich das irgendwie noch als “Folklore” einordnen, im Moment nervt es mich. Dazu die Arbeitseinstellung und offensichtliche Unfaehigkeit vieler. Das faengt an, bei einer tropfenden Klimaanlage, die nun nach inzwischen schon zwei Besuchen eines Technikers noch immer nicht wieder trocken ist. Das geht dann nahtlos weiter zu meinem Schlafzimmer-Fernseher, der hier seinen Geist aufgegeben hat und dessen Reparatur sich immer und immer wieder verzoegert hat, weil angeblich irgendwelche Teile nicht zu haben waren. Bescheid sagen konnte man uns dabei aber nie&#8230; Weiter geht es nun mit meinem PC, der leider auch seinen Geist aufgegeben hat. Inzwischen war auch dafuer der Techniker zweimal hier, aber wirklich organisiert geht er nicht vor. So hat er nun zwar die Grafikkarte in meinem PC ausgetauscht, aber will meine eigene Karte erst in ein paar Tagen in seinem Labor auf Funktionsfaehigkeit testen. Warum nicht schon jetzt, waehrend ich mit seiner Teste, ob mein Rechner funktioniert? Bleibt sein Geheimnis&#8230; Dazu ist Sarah nun nach einer schoenen gemeinsamen Zeit wieder abgereist, was nicht unbedingt positiv zum Wohlbefinden beitraegt.</p>
<p>Den groessten Beitrag zu meiner momentanen Bombay-Krise ist allerdings dem Schimmel verschuldet.</p>
<p><span id="more-679"></span></p>
<p>Nachdem ich heute einen Artikel bei Daniela gelesen habe, habe ich auch mal gruendlich meinen Schrank unter die Lupe genommen. Und siehe da. Fuenf verschimmelte Anzuege, einige verschimmelte Hemden, drei paar verschimmelter guter Lloyd-Schuhe, mehrere verschimmelte Pullover und Jacken&#8230; SCHEISSE! Im Schuhkipper dann noch zwei verschimmelte Paar Freizeitschuhe. Na toll. Auf dem Schrank drei Koffer, zwei davon verschimmelt. Die schoene in Goa gekaufte Yak-Leder-Tasche? Verschimmelt. Die Kissen und Polster meiner neuen Balkonmoebel lager ich nun schon extra im Wohnzimmer, doch was durfte ich heute feststellen, als ich sie mal wieder rausgeraeumt habe? Richtig geraten. Verschimmelt! Meine Schuhe in der Garderobe? Mehrere Paare verschimmelt&#8230;</p>
<p>Buecher hat es bisher zum Glueck nicht getroffen. Bilder auch nicht. Die Wohnzimmer-Moebel und alle Vorhaenge schauen auch noch gut aus. Ebenso das Bettzeug im Schlaf- und Gaestezimmer. Hoffe sehr, dass das auch so bleibt.</p>
<p>Das furchtbare ist nur leider, man ist machtlos gegen diese haarige Pest. Viel kann man nicht tun.</p>
<p>Ich habe heute soweit es geht die Schuhe und Koffer vom Schimmel befreit. Jetzt sind alle Schuhe mit Zeitung ausgestopft und stehen entweder auf Zeitungspapier oder aber in gut beluefteten Schuhregalen. Die Kleidung geht erstmal in die Reinigung. Bleibt zu hoffen, dass da alles wieder sauber wird. Den Kleiderschrank habe ich aufgeraeumt. Witzigerweise waren nur Klamotten im Schlafzimmerschrank verschimmelt. Alle Kleidung, die im “begehbaren Kleiderschrank” im Badezimmer hing, wo die Luftfeuchte gefuehlt deutlich hoeher ist, war sauber. Habe jetzt alles mehr auf Abstand gehaengt und auch die gefalteten Sachen liegen nun so, dass die Luft gut drum herum zirkulieren kann.</p>
<p>Habe dann erstmal wieder den Luftentfeuchter ins Schlafzimmer gefahren. Der stand zuletzt in der Waschkueche. Nun wird er halt den Grossteil des Tages eingeschaltet im Schlafzimmer stehen. Dazu werde ich nun immer brav die Schranktueren offen lassen (staubt die Kleidung zwar ein, aber Staub ist wohl das kleinere Uebel) und die Ventilatoren einschalten, auch wenn ich nicht im Hause bin.</p>
<p>Morgen werde ich mich dann erstmal mit Silica Gel Kissen eindecken. Gibt es in verschiedenen Groessen. Wenn man neue Taschen oder Elektrogeraete kauft, findet man da meist welche drin, gegen die Feuchtigkeit. Im Schrank gelagert tragen die vll. auch zum Kampf gegen den Schimmel bei. Sollte ich nicht ausreichend von den Dingern bekommen, muss ich alternative zum Hausmittel Salz greifen und dieses in Schaelchen gefuellt in den Schrank stellen.</p>
<p>Auf meine Wunschliste kommen nun erstmal ein Waeschetrockner und ein weiterer Dehumidifier. Ansonsten hilft wohl nur hoffen und beten, dass es nicht schlimmer wird. Ueber eventuelle Auswirkungen auf meine Gesundheit denke ich mal lieber gar nicht erst nach&#8230;</p>
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		<title>Back to Bombay</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 13:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Einreise]]></category>
		<category><![CDATA[Flug]]></category>
		<category><![CDATA[Zoll]]></category>

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		<description><![CDATA[“15 Minuten in Bombay und schon wieder genug erlebt, um zurueck zu fliegen und allen davon zu berichten.” Unter diesem Motto stand wohl meine diesmalige Ankunft. Eine Reise nach Bombay ist ja eh irgendwie immer speziell. Das faengt schon beim Flug an, wenn ploetzlich die Stewardessen durch den Gang stuermen und irgendwelche Chemikalien verspruehen. Daran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“15 Minuten in Bombay und schon wieder genug erlebt, um zurueck zu fliegen und allen davon zu berichten.” Unter diesem Motto stand wohl meine diesmalige Ankunft. Eine Reise nach Bombay ist ja eh irgendwie immer speziell. Das faengt schon beim Flug an, wenn ploetzlich die Stewardessen durch den Gang stuermen und irgendwelche Chemikalien verspruehen. Daran habe ich mich mittlerweile schon gewoehnt. Doch dieses Mal sollte es dann noch munter weiter gehen&#8230;</p>
<p><span id="more-484"></span></p>
<p>Dieses Mal gab es naemlich wieder etwas Neues zu entdecken. Es nannte sich “Swine Flu Screening”. Zunaechst hatte jeder Passagier an Bord eine Karte auszufuellen. Da galt es Kreuzchen zu setzen: War man kuerzlich in den USA oder Mexiko? Ist man erkaeltet? Hat man Fieber? Ich frage mich, welcher Idiot dort “Ja” ankreuzen wuerde. Egal, das Ausfuellen war schnell erledigt.</p>
<p>Ausnahmsweise landeten wir dieses Mal in Bombay zu frueh. Bisher kannte ich hier eigentlich immer nur Verspaetungen. Dieses Mal waren wir halt 20 Minuten eher da. Ich war erfreut. Meine Euphorie verflog allerdings schon kurz nach Verlassen der Maschine wieder. Bisher kannte ich es so, dass man nach dem Aussteigen einen Gang entlang marschiert, dann eine Treppe runter und dort sollte man sich dann fuer die “Immigration” anstellen. Jetzt began die Schlange allerdings schon vor der Treppe oben und lies nichts Gutes erahnen.</p>
<p>Recht schnell stellte sich heraus: Das “Swine Flu Screening” war Schuld. Vor der eigentlichen Immigration mussten sich alle Ankoemmlinge nochmals anstellen. An diesen Schaltern warteten Menschen mit Schutzmasken, um die von uns im Flieger ausgefuellten Frageboegen mit einem Stempel zu verziehren. Alles in allem ging dies schneller, als ich gedacht haette.</p>
<p>Weiter ging es zur eigentlichen “Immigration”. Da ich dieses Mal per Business Class unterwegs war, konnte ich mich an einem Extra-Schalter anstellen, wo es zuegig voran ging. Ratz fatz war ich durch und hatte einen weiteren Einreise-Stempel in meinem Pass.</p>
<p>Nun war ich einer der ersten aus unserer Maschine, der am Gepaeckband ankam und, welch Wunder, meine beiden Koffer drehten dort schon munter ihre Runden. Ich war begeistert. Allerdings lies auch dieses positive Gefuehl schnell wieder nacht. Ich war einer der ersten aus unserer Maschine, der den Flughafen verlassen wollte und anscheinend waren die Zoellner gelangweilt. Ich sollte also meine Koffer durchleuchten lassen. Ein Trolley Handgepaeck und zwei grosse Koffer. Neben den Klamotten vollgepackt mit Suessigkeiten, DVDs, Videospielen, Werkzeugen und und und. Und im Handgepaeck eine neue Wii. Die hatte es den Zoellnern dann auch angetan. Die Frage, was das sei, liess sich fix beantwortet. Dann wollten sie wissen, wieviel es gekostet habe. Ich log und sagte, ich haette sie geschenkt bekommen, Neupreis sei etwa EUR 150. Der Zoellner wollte frech Rs. 13.000 Zoll von mir. Und er begann schon, sich fuer die anderen Koffer zu interessieren. Rs. 13.000 hatte ich nicht bei mir und wollte ich auch nicht zahlen. Jetzt wollte er wissen, wieviel ich denn zahlen koenne. Ich fingerte in meiner Tasche und liess dabei noch einige Scheine aus der Geldboerse gleiten. Als ich sie rauszog, steckten noch EUR 50 und Rs. 1.500 drin. Der alte Gierlappen wollte die 50 Euro und dazu noch 1.000 Rupien und ich wollte nur noch weg, ohne dass die meine anderen Koffer durchwuehlten und war daher einverstanden. Meinen Pass und mein Resident Permit hatten mir die Zoellner ohnehin schon weggenommen, nun musste ich einem von ihnen in eine kleine Abstellkammer folgen. Mein Gepaeck sollte ich draussen lassen. Ich war nicht erfreut. Streubte mich. Er sagte, ich solle mir keine Sorgen machen, er sei ja hier. Ich sagte, das sei ja schoen, aber wir beide sind in einer Abstellkammer, mein Gepaeck aber steht draussen. Ich gab ihm das Geld. Er erblickte auch noch meine letzten 500 Rupien und fragte, was denn mit ihm sei. Leise vor mich hin fluchend, gab ich ihm auch noch den letzten Schein.</p>
<p>Ich bekam meine Dokumente zurueck, plus das Zettelchen, dass ich nichts zu verzollen haette und durfte endlich Richtung Ausgang schlendern, wo Lucas, mein Fahrer schon auf mich wartete. Alles in allem war ich mit einem blauen Auge davon gekommen. Haetten die meine Koffer durchwuehlt, waere es schlimmer geworden. Die Suessigkeiten waeren vermutlich weg gewesen, Schokolade ist aus Milch und die Einfuhr von Milchprodukten ist verboten. Und wenn die Zoellner entscheiden, dass auch Kuh in Gummibaerchen steckt, dann ist das so. Ganz zu schweigen von dem zu zahlenden Zoll auf DVDs, Videospiele, Equipment fuer die Wii, Werkzeuge usw. Wirklich aergern musste ich mich ueber die Strafzahlung also zum Glueck nicht. Eher schmunzeln, denn in anderen Laendern waere man nicht so leicht davon gekommen.</p>
<p>Waehrend ich also im Folgenden darauf warten durfte, dass Lucas den Wagen vorfaehrt, wurde ich gleich Zeuge des naechsten Highlights. Wie aus dem Nichts fing eine Frau ploetzlich an, lauthals einen der Fahrzeuge einweisenden Sicherheitsmaenner zu peboebeln. Dieser meckerte zurueck, was den Ehemann der Frau auf den Plan lief. Nun langte der Ehemann dem Sicherheitsmann eine. Dies fuehrte dazu, dass aus allen Richtungen Sicherheitsleute angelaufen kamen und auf den Ehemann einschlugen. Die Gewaltspirale drehte sich munter weiter, denn jetzt fingen die umstehenden, unbeteiligten Maenner an, die Sicherheitsleute zu verhauen. Als kurz darauf die Polizei eintraf, war der Spuk auch schon wieder vorrueber. Lucas war mit dem klimatisierten Wagen da und fuer mich ging es ab in meine Wohnung in der momentan wohl groessten Freiluft-Irrenanstalt der Welt</p>
<p>Dieser Berg Suessigkeiten hilft, es ertraeglich zu machen <img src='http://www.matthijs.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-491" title="Suesses, Suesses, Suesses!!!" src="http://www.matthijs.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/comp_P1010600-300x200.jpg" alt="Suesses, Suesses, Suesses!!!" width="300" height="200" /></p>
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		<title>Zurueck in Deutschland</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 20:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Was faellt einem auf? Zunaechst die volle Droehnung Weihnachten. Das ging schon beim Umsteigen in Amsterdam los, ueberall Weihnachtsdeko und Weihnachtsmusik. In Hamburg setzt sich das nahtlos fort. Von 24/7 Weihnachtsmusik auf Oldie 95,0 hin zu Weihnachtsmaerkten wohin man auch schaut und Dekoration aller Orten.
Ansonsten faellt auf, dass Hamburg mir irgendwie sehr leer vorkommt. Wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was faellt einem auf? Zunaechst die volle Droehnung Weihnachten. Das ging schon beim Umsteigen in Amsterdam los, ueberall Weihnachtsdeko und Weihnachtsmusik. In Hamburg setzt sich das nahtlos fort. Von 24/7 Weihnachtsmusik auf Oldie 95,0 hin zu Weihnachtsmaerkten wohin man auch schaut und Dekoration aller Orten.</p>
<p>Ansonsten faellt auf, dass Hamburg mir irgendwie sehr leer vorkommt. Wo sind all die Menschen. Wenn Freunde und Familie jammern, dass es in der City so voll ist, der vielen Weihnachtseinkaeufer wegen, denke ich mir bloss: In Mumbai ist eigentlich nie weniger los. Ausserdem ist es hier extreme leise. Kaum Gehupe, keine schreienden Verkaeufer in den Strassen, keine Kraehen vor dem Fenster&#8230; Eine andere Welt. Was mir fehlt ist die Sonne. Hier ist es im Moment irgendwie nur grau in grau. Es wird gar nicht richtig hell. Furchtbar. Und draussen ist mir staendig kalt, egal wie dick ich mich anziehe. In Mumbai ist mir staendig warm, man schwitzt dort zwar wie Bolle, aber irgendwie ist mir warm dennoch lieber als kalt.</p>
<p>Zur Zeit kann ich meinen Heimaturlaub allerdings noch nicht so recht geniessen. Erstmal muss ich meine Splitter hier gescheit behandeln lassen&#8230;</p>
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		<title>Unweihnachtlich</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 17:43:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Alltag hat einen wieder. Und der Alltag hier ist unweihnachtlich. Nikolaus ist vorbei. Der zweite Advent ist fast vorbei. Wuerde man mich aus der Heimat nicht daran erinnern, ich wuerde es schlicht nicht bemerken. Okay, es gibt jetzt hier bei mir um die Ecke an der Hill Road seit einigen Tagen einen Shop, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Alltag hat einen wieder. Und der Alltag hier ist unweihnachtlich. Nikolaus ist vorbei. Der zweite Advent ist fast vorbei. Wuerde man mich aus der Heimat nicht daran erinnern, ich wuerde es schlicht nicht bemerken. Okay, es gibt jetzt hier bei mir um die Ecke an der Hill Road seit einigen Tagen einen Shop, der (furchtbar kitschige) Weihnachtsdeko verkauft und auch sonst sieht man, wenn man durch Mumbai faehrt und konzentriert danach Ausschau haelt, noch einige Geschaefte dieser Art. Das war es aber auch schon.</p>
<p>Das Wetter traegt das seine dazu bei. Weiterhin Sonne pur und tagsueber weit ueber 30 Grad. Samstag haben wir den Tag mal wieder genutzt, um ein wenig Sonne zu tanken. Ab mittags lagen wir also am Pool des Sun &#8216;n&#8217; Sand Hotels, blickten auf Palmen, Strand und Meer und liessen uns die Sonne auf den nicht vorhandenen Pelz scheinen. Dazu Mojitos, Kingfisher Bier und ab und an eine Runde im Pool. Das Leben kann so schoen sein.</p>
<p>Fuer mich hiess es dann leider bald &#8220;dumm gelaufen&#8221;. Beim Sprung vom Beckenrand muss der Granatsplitter im Fuss verrutscht sein. Das Resultat waren erneut hoellische Schmerzen im linken Fuss, wie am Abend der Terroranschlaege. Ich bin dann direkt wieder ins Breach Candy Hospital und dort erzaehlte man mir, was ich selbst schon dachte. Der Splitter hat sich durch die abrupte Bewegung verschoben. Das tut nun weh. Wenn es bis Montag nicht besser wird, komme ich hier Dienstag unters Messer. Ich weiss noch nicht, was ich favourisiere, Operation hier am Dienstag oder Zaehne Zusammenbeissen bis zum 19.12., wenn ich in Hamburg im UKE vorstellig werde.</p>
<p>Wenn alles nach Plan laeuft, habe ich ab morgen Sat-TV, dann ist es in der Wohnung wenigstens nicht so langweilig, sollte ich Dienstag operiert werden und dann erstmal gar nicht mehr laufen koennen&#8230;</p>
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		<title>I want my Mumbai back!</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 18:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile ist es eine Woche her, dass in Mumbai die Terroranschlaege begannen. In der Stadt hat schon lange das Leben wieder Einzug gehalten. Die Schlagzeilen hier in Mumbai werden noch immer von News zu den Anschlaegen dominiert, viel Neues gibt es dabei allerdings nicht. In Deutschland widmet man sich seit einigen Tagen schon wieder anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile ist es eine Woche her, dass in Mumbai die Terroranschlaege begannen. In der Stadt hat schon lange das Leben wieder Einzug gehalten. Die Schlagzeilen hier in Mumbai werden noch immer von News zu den Anschlaegen dominiert, viel Neues gibt es dabei allerdings nicht. In Deutschland widmet man sich seit einigen Tagen schon wieder anderen Dingen. Und im Leopold&#8217;s brummt schon wieder der Baer. Letzteres ist eine klare Trotzreaktion.</p>
<p><span id="more-362"></span></p>
<p>Ich war heute zum ersten Mal wieder IM Leopold&#8217;s. Und nun habe ich die Gewissheit: Der links im Bild liegende Tisch war wirklich meiner.<br />
<a href="http://static.ibnlive.com/pix/slideshow/11-2008/mumbai-attacked/cafe_leoplold_2_420.jpg">http://static.ibnlive.com/pix/slideshow/11-2008/mumbai-attacked/cafe_leoplold_2_420.jpg</a></p>
<p>Die Handgranate explodierte keine zwei Meter entfernt unter dem Tisch, der rechts im Bild steht. Dem Loch nach, welches die Granate in den Steinfussboden gerissen hat, handelte es sich doch um eine richtige Sprenggranate, nicht um einen billigen Chinaboeller. Wie es aussieht, verdanke ich mein Leben der Tatsache, dass an diesem Tisch Menschen gesessen haben, die nun nicht mehr am Leben sind. Dadurch wurde ich von der Wucht der Explosion soweit geschuetzt, dass es mich &#8220;nur noch&#8221; mehrere Meter durch die Luft geschleudert hat, zum Glueck Richtung Seitenausgang&#8230;</p>
<p>Heute war in den indischen Zeitungen zu lesen, dass die indische Regierung Kompensionszahlungen an die Opfer der Anschlaege zahlen wird. Jeder verletzte bekommt 50.000 Rupien, die Angehoerigen der Toten 500.000 Rupien. Das Geld wird allerdings vermutlich eh niemand innerhalb der naechsten zwei, drei Monate sehen. Ich habe laenger ueberlegt und mit mehreren Leuten gesprochen und bin dann zu dem Schluss gekommen, meinen Anspruch ebenfalls anzumelden. Eh das Geld irgendwo in der indischen Buerokratie versandet kann ich damit als nachtraegliches Geschenk zu meinem 2. Geburtstag meine im Leopold&#8217;s letzte Woche abhanden gekommene Sonnenbrille ersetzen und mit dem Rest vll. der Familie, die mir geholfen hat, was Gutes tun oder es im Leopold&#8217;s in die Spendentruhe fuer die Angehoerigen der beiden gestorbenen Kellner stecken.</p>
<p>Die Reaktionen, die man von der Bevoelkerung Mumbais jetzt mitbekommt, sind toll. An jeder Ecke werden fuer 100 Rupien &#8220;I love Mumbai&#8221; Shirts verkauft. Leute egal welcher Religionsrichtung solidarisieren sich, tragen gemeinsam trauer, es gibt Peace-Marches und Demonstrationen. Alles friedlich, getragen von Leuten jedem Glaubens, adressiert an die Politiker.</p>
<p>Eine Forderung, die man oft hoert ist &#8220;I want my Mumbai back&#8221;. Das Sicherheitsgefuehl ist ein wenig abhanden gekommen, hier besteht definitive Handlungsbedarf fuer die Politik. Kann es sein, dass in einer Stadt wie Mumbai stundenlang darauf gewartet werden muss, dass die Sicherheitskraefte aus Neu Delhi eingeflogen kommen???</p>
<p>Apropos &#8220;I want my Mumbai back&#8221;: Ab heute Nacht sollen Taxen, die aelter als 25 Jahre sind, tatsaechlich nicht mehr fahren duerfen. In Mumbai sind davon etwa 11.000 Fahrzeuge betroffen. Ein Stadtbild ohne die schwarz gelben alten Fiats? Kaum vorstellbar&#8230;</p>
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		<title>&#8220;The spirit of Mumbai never dies&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 19:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verfolge nun schon seit Tagen die Presse, die Lokalen Printmedien sowie ueber das Internet die Deutschen und internationalen Nachrichten. Seit nun seit heute offiziell auch der letzte Terrorist erledigt wurde und der Spuk somit endlich ein Ende hat, wird man als Leser quasi mit Kommentaren zur Lage in Mumbai ueberhaeuft.
Der wie ich finde treffenste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verfolge nun schon seit Tagen die Presse, die Lokalen Printmedien sowie ueber das Internet die Deutschen und internationalen Nachrichten. Seit nun seit heute offiziell auch der letzte Terrorist erledigt wurde und der Spuk somit endlich ein Ende hat, wird man als Leser quasi mit Kommentaren zur Lage in Mumbai ueberhaeuft.</p>
<p>Der wie ich finde treffenste Kommentar ist relativ lang und stammt von Suketu Mehta, dem Autor des Buches &#8220;Maximum City: Bombay Lost and Found.&#8221; Der Kommentar wurde in der New York Times veroeffentlicht.</p>
<p><span id="more-350"></span></p>
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<p><em><strong>What They Hate About Mumbai </strong></em></p>
<p><em>By: SUKETU MEHTA</em></p>
<p><em>MY bleeding city. My poor great bleeding heart of a city. Why do they go after Mumbai? There&#8217;s something about this island-state that appalls religious extremists, Hindus and Muslims alike. Perhaps because Mumbai stands for lucre, profane dreams and an indiscriminate openness.</em></p>
<p><em>Mumbai is all about dhandha, or transaction. From the street food vendor squatting on a sidewalk, fiercely guarding his little business, to the tycoons and their dreams of acquiring Hollywood, this city understands money and has no guilt about the getting and spending of it. I once asked a Muslim man living in a shack without indoor plumbing what kept him in the city. &#8220;Mumbai is a golden songbird,&#8221; he said. It flies quick and sly, and you&#8217;ll have to work hard to catch it, but if you do, a fabulous fortune will open up for you. The executives who congregated in the Taj Mahal hotel were chasing this golden songbird. The terrorists want to kill the songbird.</em></p>
<p><em>Just as cinema is a mass dream of the audience, Mumbai is a mass dream of the peoples of South Asia. Bollywood movies are the most popular form of entertainment across the subcontinent. Through them, every Pakistani and Bangladeshi is familiar with the wedding-cake architecture of the Taj and the arc of the Gateway of India, symbols of the city that gives the industry its name. It is no wonder that one of the first things the Taliban did upon entering Kabul was to shut down the Bollywood video rental stores. The Taliban also banned, wouldn&#8217;t you know it, the keeping of songbirds.</em></p>
<p><em>Bollywood dream-makers are shaken. &#8220;I am ashamed to say this,&#8221; Amitabh Bachchan, superstar of a hundred action movies, wrote on his blog. &#8220;As the events of the terror attack unfolded in front of me, I did something for the first time and one that I had hoped never ever to be in a situation to do. Before retiring for the night, I pulled out my licensed .32 revolver, loaded it and put it under my pillow.&#8221;</em></p>
<p><em>Mumbai is a &#8220;soft target,&#8221; the terrorism analysts say. Anybody can walk into the hotels, the hospitals, the train stations, and start spraying with a machine gun. Where are the metal detectors, the random bag checks? In Mumbai, it&#8217;s impossible to control the crowd. In other cities, if there&#8217;s an explosion, people run away from it. In Mumbai, people run toward it &#8211; to help. Greater Mumbai takes in a million new residents a year. This is the problem, say the nativists. The city is just too hospitable. You let them in, and they break your heart.</em></p>
<p><em>In the Bombay I grew up in, your religion was a personal eccentricity, like a hairstyle. In my school, you were denominated by which cricketer or Bollywood star you worshiped, not which prophet. In today&#8217;s Mumbai, things have changed. Hindu and Muslim demagogues want the mobs to come out again in the streets, and slaughter one another in the name of God. They want India and Pakistan to go to war. They want Indian Muslims to be expelled. They want India to get out of Kashmir. They want mosques torn down. They want temples bombed.</em></p>
<p><em>And now it looks as if the latest terrorists were our neighbors, young men dressed not in Afghan tunics but in blue jeans and designer T-shirts. Being South Asian, they would have grown up watching the painted lady that is Mumbai in the movies: a city of flashy cars and flashier women. A pleasure-loving city, a sensual city. Everything that preachers of every religion thunder against. It is, as a monk of the pacifist Jain religion explained to me, &#8220;paap-ni-bhoomi&#8221;: the sinful land.</em></p>
<p><em>In 1993, Hindu mobs burned people alive in the streets &#8211; for the crime of being Muslim in Mumbai. Now these young Muslim men murdered people in front of their families &#8211; for the crime of visiting Mumbai. They attacked the luxury businessmen&#8217;s hotels. They attacked the open-air Cafe Leopold, where backpackers of the world refresh themselves with cheap beer out of three-foot-high towers before heading out into India. Their drunken revelry, their shameless flirting, must have offended the righteous believers in the jihad. They attacked the train station everyone calls V.T., the terminus for runaways and dreamers from all across India. And in the attack on the Chabad house, for the first time ever, it became dangerous to be Jewish in India.</em></p>
<p><em>The terrorists&#8217; message was clear: Stay away from Mumbai or you will get killed. Cricket matches with visiting English and Australian teams have been shelved. Japanese and Western companies have closed their Mumbai offices and prohibited their employees from visiting the city. Tour groups are canceling long-planned trips.</em></p>
<p><em>But the best answer to the terrorists is to dream bigger, make even more money, and visit Mumbai more than ever. Dream of making a good home for all Mumbaikars, not just the denizens of $500-a-night hotel rooms. Dream not just of Bollywood stars like Aishwarya Rai or Shah Rukh Khan, but of clean running water, humane mass transit, better toilets, a responsive government. Make a killing not in God&#8217;s name but in the stock market, and then turn up the forbidden music and dance; work hard and party harder.</em></p>
<p><em>If the rest of the world wants to help, it should run toward the explosion. It should fly to Mumbai, and spend money. Where else are you going to be safe? New York? London? Madrid?</em></p>
<p><em>So I&#8217;m booking flights to Mumbai. I&#8217;m going to go get a beer at the Leopold, stroll over to the Taj for samosas at the Sea Lounge, and watch a Bollywood movie at the Metro. Stimulus doesn&#8217;t have to be just economic.</em></p>
<p><em>Suketu Mehta, a professor of journalism at New York University, is the author of &#8220;Maximum City: Bombay Lost and Found.&#8221;</em></p>
<p><a href="http://www.nytimes.com/2008/11/29/opinion/29mehta.html?_r=1&amp;ref=opinion">Link zur Quelle</a></p></blockquote>
<p>Wie Recht er hat. Das Leopold&#8217;s macht morgen wieder auf. Ich ueberlege diesen Ort, zu dem ich nun eine ganz besondere Beziehung habe, aufzusuchen. Bei der Gelegenheit koennte ich mich auch gleich nochmal richtig bei der indischen Familie bedanken, die mir so selbstlos Unterschlupf geboten hat.</p>
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