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Home sweet home…

In der Nacht von Sonntag auf Montag bin ich wieder in Bombay gelandet. Hinter mir lag eine tolle Woche bei Sarah in Deutschland. Geflogen bin ich diesmal direkt nach Hannover, mit SWISS von Bombay ueber Zuerich. Sehr empfehlenswert, die Economy Class bei denen ist wirklich schick. In Deutschland folgte dann eine Mast mit all den Leckereien, die einem hier so fehlten, dazu Bundesliga Fussball live im TV, ein Besuch im wunderschoenen Cafe Winuwuk in Bad Harzburg, ein Kurztrip nach Hamburg zwecks diverser Arzttermine (Planung meiner naechsten OP zur Entfernung eines weiteren Granatsplitters, Cholera-Impfung, Leberflecken-Screening,…). Gegen Ende der Woche kamen dann auch meine Eltern nach Gifhorn, wir verbrachten einen Nachmittag im schoenen Braunschweig und einen Tag in der Wolfsburger Autostadt, Samstag hiess es dann noch Mal frische Luft schnappen bei einem Spaziergang um den Talkumsee und abends gab es als Henkersmahlzeit koestliche selbstgemachte Sushi, ehe ich dann Sonntag in aller Fruehe mit einem alten Lufthansa Jumbo wieder nach Bombay geflogen wurde.

Dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein, waehrend meiner Abwesendheit hat der Timer am Bildschirmrand die magische Marke von 365 Tagen geknackt. Das heisst, ich bin mittlerweile seit ueber einem Jahr ein Mumbaiker. Von der anfaenglichen Euphorie ist im Moment allerdings nicht mehr allzuviel vorhanden. Der Monsun hat mich wirklich fertig gemacht. Es macht einfach keinen Spass zuzugucken, wie einem der Haushalt vermodert und staendige Ersatzbeschaffungen reissen einem Loecher ins Konto.

Auch jetzt erfolgten direkt nach meiner Rueckkehr gleich wieder die ersten Nackenschlaege. Kaum betrat ich um kurz nach halb drei am fruehen Montagmorgen meine Wohnung, begruesste mich schon wieder der Schimmel. Faszinierend, in welcher Farb- und Formenvielfalt er vorkommt. Kleine, weiss-graue Inselchen auf einem Lederportemonnaie, feiner gruenlich-grauer Ueberzug auf schwarzen Schuhen, recht grell greener Pelz auf braunen Lederschuhen, flauschig weisse Inselchen auf schwarzem Lackleder, kuschelig weiche gruene Inselchen auf der Ledersohle, schicke weisse Sprenkler auf einer blauen Jeans und feine weisse Siedlungen auf einem indischen Anzug, um nur einige zu erwaehnen. Und das ist nur der Schimmel, den man sieht. Ich will gar nicht wissen, wie es in Matratzen, Bettzeug, Sofapolstern usw. ausschaut. Immerhin, noch koennen die Moebel nicht laufen. Aber ich habe den Verdacht, sie versuchen gelegentlich mit mir zu sprechen. Ich glaube auf Russisch!

Gesund sein kann das alles nicht. Aber immerhin weiss ich dann jetzt, woher dieser staendige Hustenreiz kommt…

Ich war so frei und habe die kleinen Kunstwerke der Natur mit der Kamera festgehalten und die Bilder hier eingestellt.

Bild 1 von 9

Ein verschimmelter Anzug

Rueckblicken hatte das Jahr hier in Bombay allerhand zu bieten. Sowohl positiv als auch negativ. So haette ich ohne die Entsendung nach Bombay heute zwar nicht vier Granatsplitter in meinem Koerper stecken, aber dafuer haette ich wohl auch nie meine Sarah kennengelernt. Auch wenn der Alltag hier kein Spaziergang ist, so ist er doch voll von faszinierenden Erfahrungen. Und auch wenn man glaubt, man hat so viele verrueckte Sachen erlebt, da kann eigentlich nichts mehr kommen, so wird man in dieser Stadt hier doch schnell eines Besseren belehrt.

Gerade heute Nachmittag fragte mein Fahrer Lucas mich, ob er mir einen Kaffee besorgen solle. Irre ich mich, wenn ich sage, dass die meisten von euch nun vermutlich denken, er haette sich zum naechsten Starbucks aufgemacht und mir einen Becher Kaffee besorgt? Falsch gedacht! Er verliess das Buero und kam kurz darauf mit einer kleinen durchsichtigen Plastiktuete in der Hand zurueck. Und in eben dieser Plastiktuete befand sich nicht etwa Wasser und ein Goldfisch, nein, darin war mein Kaffee. Noch fix umgefuellt in eine schoene Tasse und da stand er auf meinem Tisch, frisch, noch dampfend, Kaffee To-Go auf indisch…

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Oktober 8, 2009   1 Comment

Urlaub in der Heimat

Ich weiss, es war etwas ruhig hier die letzten Tage und Wochen. Allerdings habe ich eine gute Ausrede: Ich war nicht hier. Vom 21. Mai bis 8. Juni weilte ich in Deutschland. Der Urlaub begann unentspannt, Schuld war der Flughafen Bruessels, wo ich umsteigen musste. Meine Umsteigezeit war mit genau einer Stunde reichlich knapp bemessen und an den Sicherheitskontrollen staute es sich soweit, dass die Leute bis zu den Laufbaendern standen. Die Aermsten, die dort warten mussten, mussten die ganze Zeit rueckwaerts gehen, um nicht auf die vor ihnen Stehenden aufzulaufen. Einige ganz Schlaue gingen dann auch auf die Laufbaender der Gegenrichtung, dort musste man immerhin “nur” vorwaerts marschieren. Ein Glueck durfte ich in die Priority Lane und schaffte es somit gerade noch rechtzeitig und ordentlich durchgeschwitzt zu meinem Weiterflug nach Hamburg. Allerdings nicht, ohne vorher noch kurz einen nachdenklich stimmenden Frage von einem Herren der Flughafensicherheit gestellt zu bekommen. Waehrend ich meine Schuhe auszog, um sie durchleuchten zu lassen, fragte er mich, ob ich in die Heimat fliegen wuerde, oder ob es in den Urlaub ginge. Wie sollte ich diese Frage richtig beantworten? Ich denke, ein “in den Urlaub in die Heimat”, waere am passensten gewesen.

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Juni 13, 2009   No Comments

Deutschland, ich komme!

Soeben habe ich meinen Heimflug gebucht. Planmaessige Ankunft in Hamburg ist am 21. Mai (Himmelfahrt) um 10:05 Uhr vormittags mit Jet Airways / SN Brussels Airlines Flug 9W 6023.

Die grobe Planung sagt, dass ich am 22. Mai gleich weiter nach Bielefeld fahren werde, um an der Leo MDV teilzunehmen.
Wenn das dann am Sonntag heil ueberstanden ist, geht es fuer eine Woche zur Sarah nach Gifhorn und im Anschluss gemeinsam mit Sarah eine Woche nach Hamburg.
Als kroenenden Abschluss gibt es da dann noch die volle Droehnung Kiez, Fischmarkt etc. bevor es am 8. Juni in aller Frueh (Abflug 6:45 Uhr) wieder zurueck nach Indien geht.

Ich freue mich!

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April 6, 2009   No Comments

Hausboot + Palolem

Am 16. Februar stand der Abschied von der Laguna Anjuna an. Auf ging es zu unserem Hausboot auf dem Kali River in Karnataka. Die Hausboottour war extreme entspannend, man konnte einfach nicht wirklich viel machen, ausser rumzuliegen / -sitze, zu lesen, Musik zu hoeren, zu doesen und zu essen. So gab es dann auch zunaechst mal Lunch auf dem Hausboot, dann durften wir den Sonnenuntergang bewundern, ehe es Abendbrot gab.
Am naecshten Morgen wurden wir um 7:15 Uhr zum Sonnenaufgang geweckt, um live mitzuerleben, wie der Fluss zum Leben erwacht. Nach dem Fruehstueck ging es dann auch schon wieder zurueck zum Hafen.
So eine Hausboottour ist eine nette Sache. Allerdings duerfte es in Kerala noch deutlich beeindruckender sein. Da unsere Reiseplanung aber keinen Keralaaufenthalt beinhaltete, war es so auch ein nettes Erlebnis. Und so erholsam :)

Fuer die letzten Tage hatte ich uns dann nochmals im Bhakti Kutir in Palolem untergebracht, so dass meine Familie den bildschoenen Strand dort auch noch persoenlich erleben konnten. Wir genossen die letzten Tage dort so gut es ging, tankten nochmal fleissig Sonne, besuchten eine Silent Noise Party und flogen dann wunderbar erholt wieder zurueck nach Mumbai…

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März 14, 2009   No Comments

Doodh Sagar Falls

Eine weitere mit Daytripper Goa gebuchte Tour fuehrte uns zu den Doodh Sagar Falls im Osten Goas, den groessten Wasserfaellen des Bundesstaats. Auch dieser Tagesausflug war ein tolles Erlebnis. Wir hatten einen super lustigen Fuehrer dabei, so dass die Fahrt zu den Wasserfaellen wie im Flug verging.

Beim Nationalpark, in dem die Faelle liegen, angekommen, mussten wir von unserem Bus auf Gelaendewagen wechseln und weiter ging es, hinein in den Dschungel, ueber holprige Pisten und durch Flussbetten, bis wir dann bei den Faellen ankamen.

Dort durften wir auf den letzten Weg Fussmarsch erstmal die hier sehr freundlichen Affen fuettern.
Anschliessend wurde im Fasserfall gebadet, wobei man sagen muss, dass das Wasser doch erstaunlich kuehl war. Aber eine tolle Erfrischung und eine prima Gelegenheit, sich den Staub der Strasse abzuwaschen.

Auf dem Rueckweg gab es noch ein indisches Lunch und einen kurzen Stop bei einem Elefanten, dem ich ein paar Kartoffeln in sein Maul druecken durfte und dann lagen wir am spaeten Nachmittag auch schon wieder in Anjuna am Pool unserer Anlage…

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März 14, 2009   No Comments

Tiger & Tusker Tour

Als naechstes Stand im Rahmen unseres Goa + Karnataka Urlaubs die Tiger & Tusker Tour von Daytripper Goa auf dem Plan. Wie immer ging es bei deren Buero los, diesmal waren wir eine Gruppe von 10 Reiseteilnehmern plus Fahrer plus Fuehrer. Zunaechst ging es mit dem Bus zum Bahnhof und dann mit einem Local-Train nach Udipi. Die Fahrt dorthin dauert mit der Bahn etwa 4 ½ Stunden, die Landschaft ist toll und die Zeit verbringt man mit Essen, Essen und Essen.

In Udupi wurden wir dann wieder mit einem Bus am Bahnhof abgeholt und zu unserem Hotel in Malpe gefahren. Das Hotel war uns als sehr basic angekuendigt worden, entpuppte sich aber als wirklich nett, am Strand gelegen. Am ersten Abend gab es dort fuer uns nur noch ein Dinner und dann wurden wir alle ins Bett geschickt. An Schlaf war aber nicht zu denken, da auf Grund eines Festes im Tempel nebenan die ganze Nacht durch laute Musik gespielt wurde.
Am naechsten Morgen wurden wir um 5 Uhr aus den Betten geschmissen und dann ging es los…

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März 12, 2009   No Comments

Dandeli – Jungle Safari & White Water Rafting

Am 10. Februar mussten wir morgens um 7:30 Uhr beim Office von Daytripper Goa eintreffen, um zum Dandeli Wilderness Camp in Karnataka aufzubrechen. Der Tag begann fuer uns also reichlich frueh…
An der Tour nahmen nur wir vier teil, somit stand uns ein bequemer Mahindra Scorpio Gelaendewagen zur Verfuegung. Eine willkommene Abwechslung zu den mit vier Deutschen + Fahrer dann doch recht engen Maruti Suzuki Omni Taxis.
Die Fahrt nach Karnataka war allerdings trotzdem ein Hoellenritt…

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März 12, 2009   1 Comment

Panjim und Old Goa

Fuer einen unserer Urlaubstage stand die Erkundung Panjims und Old Goas auf dem Plan.

Meine Familie brach morgens nach Panjim auf, ich stieg allerdings schon in Calangute wieder aus, denn ich wollte mit den Leuten von Daytripper Goa unser Programm fuer die naechsten Tage planen.

Ich stiess somit erst gegen Mittag wieder zu meiner Familie und verpasste den Bummel durch Panjim. Wir nahmen unser Mittagessen im Hotel Avanti zu uns. Dieses Restaurant ist typisch fuer Panjim, in recht rustikalem Ambiente gibt es dort goanische Hausmannskost.
Nach dem Mittag ging es mit dem Taxi nach Old Goa.

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März 11, 2009   1 Comment

Sinquerim und Candolim

Einer unserer Tagesausfluege fuehrte uns an die Straende von Sinquerim und Candolim.
Sinquerim ist der erste Ort, in dem in Goa der richtige Tourismus Einzug hielt. Bereits in den 70ern baute die Tata Gruppe hier in den Ruinen eines alten portugiesischen Forts das luxurioese Fort Auguada Beach Resort. Direkt daneben befindet sich heute die Schwester-Anlage, das wunderschoene Taj Holiday Village.
Von Sinquerim aus erstreckt sich der Strand gut 6 km nahezu gerade nach Norden, vorbei an Candolim bis Calangute.

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März 11, 2009   2 Comments

Anjuna

Fuer den ersten Teil unseres Goa Urlaubs haben wir Anjuna als unsere ‘Basis’ gewaehlt.
Anjuna ist ein Strand im Norden Goas. Der Legende nach ist es der erste Ort, wo hier in den 60ern die Hippys ankamen. Noch heute leben viele von ihnen in Anjuna und Umgebung.
Ausserdem ist Anjuna beruehmt fuer seinen immer mittwochs stattfindenden Markt, zu dem wir es allerdings nie geschafft haben.
Der Strand in Anjuna ist schoen, aber nicht beeindruckend. Auffaellig sind die vielen Kuehe am Strand, die, wenn man nicht aufpasst, gerne mal ueber das Essen herfallen und ab und an sogar die Rechnung fressen.

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März 5, 2009   2 Comments