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	<title>Benny goes Bollywood &#187; Zoll</title>
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		<title>Back to Bombay</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 13:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Einreise]]></category>
		<category><![CDATA[Flug]]></category>
		<category><![CDATA[Zoll]]></category>

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		<description><![CDATA[“15 Minuten in Bombay und schon wieder genug erlebt, um zurueck zu fliegen und allen davon zu berichten.” Unter diesem Motto stand wohl meine diesmalige Ankunft. Eine Reise nach Bombay ist ja eh irgendwie immer speziell. Das faengt schon beim Flug an, wenn ploetzlich die Stewardessen durch den Gang stuermen und irgendwelche Chemikalien verspruehen. Daran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“15 Minuten in Bombay und schon wieder genug erlebt, um zurueck zu fliegen und allen davon zu berichten.” Unter diesem Motto stand wohl meine diesmalige Ankunft. Eine Reise nach Bombay ist ja eh irgendwie immer speziell. Das faengt schon beim Flug an, wenn ploetzlich die Stewardessen durch den Gang stuermen und irgendwelche Chemikalien verspruehen. Daran habe ich mich mittlerweile schon gewoehnt. Doch dieses Mal sollte es dann noch munter weiter gehen&#8230;</p>
<p><span id="more-484"></span></p>
<p>Dieses Mal gab es naemlich wieder etwas Neues zu entdecken. Es nannte sich “Swine Flu Screening”. Zunaechst hatte jeder Passagier an Bord eine Karte auszufuellen. Da galt es Kreuzchen zu setzen: War man kuerzlich in den USA oder Mexiko? Ist man erkaeltet? Hat man Fieber? Ich frage mich, welcher Idiot dort “Ja” ankreuzen wuerde. Egal, das Ausfuellen war schnell erledigt.</p>
<p>Ausnahmsweise landeten wir dieses Mal in Bombay zu frueh. Bisher kannte ich hier eigentlich immer nur Verspaetungen. Dieses Mal waren wir halt 20 Minuten eher da. Ich war erfreut. Meine Euphorie verflog allerdings schon kurz nach Verlassen der Maschine wieder. Bisher kannte ich es so, dass man nach dem Aussteigen einen Gang entlang marschiert, dann eine Treppe runter und dort sollte man sich dann fuer die “Immigration” anstellen. Jetzt began die Schlange allerdings schon vor der Treppe oben und lies nichts Gutes erahnen.</p>
<p>Recht schnell stellte sich heraus: Das “Swine Flu Screening” war Schuld. Vor der eigentlichen Immigration mussten sich alle Ankoemmlinge nochmals anstellen. An diesen Schaltern warteten Menschen mit Schutzmasken, um die von uns im Flieger ausgefuellten Frageboegen mit einem Stempel zu verziehren. Alles in allem ging dies schneller, als ich gedacht haette.</p>
<p>Weiter ging es zur eigentlichen “Immigration”. Da ich dieses Mal per Business Class unterwegs war, konnte ich mich an einem Extra-Schalter anstellen, wo es zuegig voran ging. Ratz fatz war ich durch und hatte einen weiteren Einreise-Stempel in meinem Pass.</p>
<p>Nun war ich einer der ersten aus unserer Maschine, der am Gepaeckband ankam und, welch Wunder, meine beiden Koffer drehten dort schon munter ihre Runden. Ich war begeistert. Allerdings lies auch dieses positive Gefuehl schnell wieder nacht. Ich war einer der ersten aus unserer Maschine, der den Flughafen verlassen wollte und anscheinend waren die Zoellner gelangweilt. Ich sollte also meine Koffer durchleuchten lassen. Ein Trolley Handgepaeck und zwei grosse Koffer. Neben den Klamotten vollgepackt mit Suessigkeiten, DVDs, Videospielen, Werkzeugen und und und. Und im Handgepaeck eine neue Wii. Die hatte es den Zoellnern dann auch angetan. Die Frage, was das sei, liess sich fix beantwortet. Dann wollten sie wissen, wieviel es gekostet habe. Ich log und sagte, ich haette sie geschenkt bekommen, Neupreis sei etwa EUR 150. Der Zoellner wollte frech Rs. 13.000 Zoll von mir. Und er begann schon, sich fuer die anderen Koffer zu interessieren. Rs. 13.000 hatte ich nicht bei mir und wollte ich auch nicht zahlen. Jetzt wollte er wissen, wieviel ich denn zahlen koenne. Ich fingerte in meiner Tasche und liess dabei noch einige Scheine aus der Geldboerse gleiten. Als ich sie rauszog, steckten noch EUR 50 und Rs. 1.500 drin. Der alte Gierlappen wollte die 50 Euro und dazu noch 1.000 Rupien und ich wollte nur noch weg, ohne dass die meine anderen Koffer durchwuehlten und war daher einverstanden. Meinen Pass und mein Resident Permit hatten mir die Zoellner ohnehin schon weggenommen, nun musste ich einem von ihnen in eine kleine Abstellkammer folgen. Mein Gepaeck sollte ich draussen lassen. Ich war nicht erfreut. Streubte mich. Er sagte, ich solle mir keine Sorgen machen, er sei ja hier. Ich sagte, das sei ja schoen, aber wir beide sind in einer Abstellkammer, mein Gepaeck aber steht draussen. Ich gab ihm das Geld. Er erblickte auch noch meine letzten 500 Rupien und fragte, was denn mit ihm sei. Leise vor mich hin fluchend, gab ich ihm auch noch den letzten Schein.</p>
<p>Ich bekam meine Dokumente zurueck, plus das Zettelchen, dass ich nichts zu verzollen haette und durfte endlich Richtung Ausgang schlendern, wo Lucas, mein Fahrer schon auf mich wartete. Alles in allem war ich mit einem blauen Auge davon gekommen. Haetten die meine Koffer durchwuehlt, waere es schlimmer geworden. Die Suessigkeiten waeren vermutlich weg gewesen, Schokolade ist aus Milch und die Einfuhr von Milchprodukten ist verboten. Und wenn die Zoellner entscheiden, dass auch Kuh in Gummibaerchen steckt, dann ist das so. Ganz zu schweigen von dem zu zahlenden Zoll auf DVDs, Videospiele, Equipment fuer die Wii, Werkzeuge usw. Wirklich aergern musste ich mich ueber die Strafzahlung also zum Glueck nicht. Eher schmunzeln, denn in anderen Laendern waere man nicht so leicht davon gekommen.</p>
<p>Waehrend ich also im Folgenden darauf warten durfte, dass Lucas den Wagen vorfaehrt, wurde ich gleich Zeuge des naechsten Highlights. Wie aus dem Nichts fing eine Frau ploetzlich an, lauthals einen der Fahrzeuge einweisenden Sicherheitsmaenner zu peboebeln. Dieser meckerte zurueck, was den Ehemann der Frau auf den Plan lief. Nun langte der Ehemann dem Sicherheitsmann eine. Dies fuehrte dazu, dass aus allen Richtungen Sicherheitsleute angelaufen kamen und auf den Ehemann einschlugen. Die Gewaltspirale drehte sich munter weiter, denn jetzt fingen die umstehenden, unbeteiligten Maenner an, die Sicherheitsleute zu verhauen. Als kurz darauf die Polizei eintraf, war der Spuk auch schon wieder vorrueber. Lucas war mit dem klimatisierten Wagen da und fuer mich ging es ab in meine Wohnung in der momentan wohl groessten Freiluft-Irrenanstalt der Welt</p>
<p>Dieser Berg Suessigkeiten hilft, es ertraeglich zu machen <img src='http://www.matthijs.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-491" title="Suesses, Suesses, Suesses!!!" src="http://www.matthijs.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/comp_P1010600-300x200.jpg" alt="Suesses, Suesses, Suesses!!!" width="300" height="200" /></p>
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		<title>Mumbais Zoll</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 16:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein Container ist angekommen. Am 01. November wurde er im Hafen Nhava Sheva an Land gespuelt vom Schiff genommen. Es folgte eine Odyssee durch Mumbai bis er schliesslich im Zollhafen im Sueden Mumbais ankam. Gestern nun war die Custom&#8217;s Inspection. Meine Umzugsfirma hatte mich gebeten, daran Teil zu nehmen und ich war gespannt, was mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Container ist angekommen. Am 01. November wurde er im Hafen Nhava Sheva <span style="text-decoration: line-through;">an Land gespuelt</span> vom Schiff genommen. Es folgte eine Odyssee durch Mumbai bis er schliesslich im Zollhafen im Sueden Mumbais ankam. Gestern nun war die Custom&#8217;s Inspection. Meine Umzugsfirma hatte mich gebeten, daran Teil zu nehmen und ich war gespannt, was mich dort erwarten wuerde. Dass es solch ein Erlebnis werden wuerde, habe ich mir in meinen kuehnsten Traeumen nicht ausmalen koennen.</p>
<p><span id="more-306"></span></p>
<p>Am Blue Gate des Hafens traf ich drei Maenner von meiner Umzugsfirma. Einer war &#8220;mein&#8221; Supervisor, ein anderer hatte all meine Dokumente dabei (Pass und Resident Permit hatten die bei mir vor einigen Tagen schon abgeholt) und ein dritter stand fuer mich in der Schlange fuer die Zutrittserlaubnis zum Zollhafen.</p>
<p>Nachdem am Eingang alle Formalitaeten erledigt waren, streiften wir zu Fuss durch den Hafen Richtung Zolllager. Mein Container war bereits ausgeladen und meine Sachen lagen alle fein saeuberlich gestapelt und aeusserlich unbeschadet in einem abgegrenzeten Bereich. Mein umherschweifender Blick stellte fest, dass im Moment wohl allerhand Leute nach Mumbai ziehen, das ganze Lager war voll mit Ansammlungen von ordentlich verpacktem Hausrat.</p>
<p>Zunaechst wurde ich nun einer Inspekteurin vorgestellt, die fuer eine erste Untersuchung meiner Sachen zustaendig war. Die aeltere Dame versuchte gleich, mich nett in Smalltalk zu verwickeln, wo ich den herkaeme, was ich hier machen wuerde, wie lange ich bleibe, wie ich Indien so finde, die ueblichen Fragen, die einem hier irgendwie fast jeder stellt. Sie fing dann an, sich durch meine Kisten zu wuehlen, auf der Suche nach Elektrogeraeten. Die sind naemlich teilweise zu verzollen, selbst wenn man hier hinzieht. Irgendwie hatte sie eine Nase dafuer, in welchen Kisten, sie meine Elektrogeraete findet, so dass bald alle neben dem Berg &#8220;harmloser&#8221; Sachen standen.</p>
<p>An dieser Stelle trat nun einer der Herren meiner Umzugsfirma auf den Plan. Aus dem Augenwinkel konnte ich sehen, wie ein wenig Papiergeld den Besitzer wechselte und dann wurden doch tatsaechlich einige meiner Elektrogeraete wieder in die Kisten zurueckgepackt und die Kisten zu den harmlosen Sachen gestellt. Ich verbuchte das einfach mal unter &#8220;TII &#8211; This is India&#8221;. Doch es wurde noch besser.</p>
<p>Nach einiger Zeit kam nun ein zweiter Inspektor. Dieser erfasste nun alle uebrig gebliebenen Elektrogeraete auf einer Liste. Als er damit fertig war, gingen wir in den ersten Stock des Zolllagers, wo die Bueros und Wartebereiche und eine Cafeteria untergebracht sind. Leider durfte ich dort nicht fotografieren, diese Location war wirklich abgefahren. Ich durfte es mir auf einem aelteren Sofa bequem machen und einen Tee trinken waehrend einer meiner der Maenner meiner Umzugsfirma mit dem Zoellner zusammensass. Nach einiger Zeit kam er dann zu mir mit einem Zettel und einer Zahl drauf. Etwa Rs. 30.000 wollte man von mir. Gut 500 EUR. Ich meinte, dass das doch etwas viel sei, worauf hin mir doch glatt entgegenet wurde, dass das doch egal sei, das wuerde doch wohl eh meine Firma bezahlen. Ich tat entruestet und behauptete, dass ich das selbst zahlen muesse.</p>
<p>Nun ging der gute Mann zum Zoellner zurueck und kurze Zeit spaeter stieg die Lautstaerke deutlich, beide bruellten sich an. Wenige Minuten spaeter war der gute Mann wieder zurueck, der Betrag war auf Rs. 18.000 geschrumpft. Einige Dinge waren einfach aus der Liste gestrichen worden, andere im zu Grunde gelegten Wert gemindert. Interessant. Ich sagte, dass das doch schon deutlich besser aussieht und er verschwand mit dem Zoellner in einem der Bueros.</p>
<p>Als er mit den offiziellen Dokumenten wiederkam, war der Importzoll auf Rs. 14.000 gesunken und dabei sollte es dann auch bleiben. Ich bezahlte, schlug eine Einladung des Zoellners zum gemeinsamen Essen in der Cafeteria aus und machte mich auf den Heimweg, nachdem ich insgesamt gut 5 interessante Stunden beim Zoll in Mumbai verbracht hatte.</p>
<p>Was habe ich bei dem Besuch gelernt und was kann ich an Tipps fuer zukuenftige Neu-Mumbaikers weitergeben?</p>
<ul>
<li>Persoenliches Erscheinen bei der Zollinspektion ist definitiv nicht von Nachteil, auch wenn es Zeit kostet.</li>
<li>Ein Buch oder MP3 Player mitbringen, man sitzt dort sehr lange einfach nur rum.</li>
<li>Hoffen und beten, dass erfahrene Leute von der Umzugsfirma dabei sind, die wissen, welche Hebel man wann und wie in Bewegung setzen muss</li>
<li>Originalverpackungen am besten wegschmeissen und stattdessen die Verpackung der Umzugsfirma verwenden. Bei Originalverpackung denkt der Zoll, es handelt sich um Neuware und die ist immer zu verzollen.</li>
<li>Wenn moeglich, alle Elektroartikel nur einmal mitbringen. Ein Fernseher macht keine Probleme. Bei Zwei Fernsehern im Container gibt es dann schon Gesabbel. Gleiches gilt fuer Soundsysteme, DVD Player usw. Lieber den Rest in Deutschland verkaufen und dann hier neu anschaffen.</li>
<li>Wenn man gefragt wird, wie alt die Sachen sind, immer sagen &#8220;aelter als ein Jahr&#8221;, denn was noch nicht ein Jahr ist, zaehlt als Neuware.</li>
<li>Wenn man nach dem Wert gefragt wird, diesen ruhig etwas niedriger ansetzen.</li>
<li>Immer freundlich bleiben und laecheln.</li>
</ul>
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